OSZE-Mitarbeiter im Osten der Ukraine vermisst

8. Juni 2016, 15:23
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Mitglied der OSZE-Beaobachtermission womöglich in Haft der Rebellen in Donezk

Kiew – Die OSZE vermisst einen Mitarbeiter ihrer Beobachtermission im Osten der Ukraine. Ein Mitglied des Teams in Luhansk sei nicht wie vorgesehen am Dienstag aus dem Urlaub zurückgekehrt, erklärte die Beobachtermission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) am Mittwoch.

Polizei eingeschaltet

Es sei zu befürchten, dass er sich womöglich im von prorussischen Rebellen kontrollierten Donezk in Haft befinde. Die Polizei sei eingeschaltet worden. Die Beobachtermission steht mit den "notwendigen Personen" in Kontakt, um den Fall zu klären. "Wir haben seine sofortige und bedingungslose Freilassung gefordert", erklärte die Mission. Aus informierten Kreisen hieß es, es handle sich um einen Fahrer der Mission aus der Region Luhansk. Die selbst erklärte Volksrepublik Donezk äußerte sich zunächst nicht zu dem Fall. Seit 2014 wurden wiederholt OSZE-Mitarbeiter von den Rebellen festgehalten.

Donezk und Luhansk sind die Hochburgen der prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine. Die unbewaffneten Beobachter der OSZE überwachen im Auftrag der Staatengemeinschaft die Einhaltung des Minsker Abkommens von Februar 2015, in dem sich die ukrainische Regierung und die Rebellen zu eine Waffenruhe und den Abzug schwerer Waffen von der Frontlinie verpflichtet haben. Trotz der Vereinbarung schwelt der Konflikt aber weiter. (APA, 8.6.2016)

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