Neues Christian-Doppler-Labor erforscht Immuntherapeutika

8. Juni 2016, 14:22
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Im Fokus stehen monoklonale Antikörper und Antikörper-Konstrukte

Wien – An der Universität für Bodenkultur (Boku) in Wien ist am Mittwoch ein neues Christian-Doppler-Labor eröffnet worden. Es widmet sich am Department für Biotechnologie der Forschung für innovative Immuntherapeutika, vor allem monoklonale Antikörper und Antikörper-Konstrukte.

Antikörper und auf Antikörpern basierende Wirkstoffe nützen die Fähigkeiten des Immunsystems, erkrankte Zellen, zum Beispiel Tumorzellen und Viren, von körpereigenen gesunden Zellen zu unterscheiden und gezielt zum Absterben zu bringen. Das ist derzeit ein wichtiges Thema in der Krebsforschung. Das Ziel der Forschung im Christian-Doppler-Labor für Innovative Immuntherapeutika, durchgeführt in Zusammenarbeit mit dem Boku-Spin-off F-Star und mit dem deutschen Pharmakonzern Merck, soll auch zur Entwicklung von Molekülen mit optimierten biologischen Eigenschaften führen.

"Die Entwicklung neuartiger Bibliotheken von Antikörpern bzw. von Antikörperfragmenten als Quelle wertvoller Bindungsmoleküle bildet die Grundlage der geplanten Arbeiten. Darauf aufbauend werden Moleküle mit neuartigen Architekturen entworfen: Mit deren Hilfe werden einerseits die erkrankten Zielzellen – etwa Tumorzellen – spezifisch erkannt und gebunden, andererseits können diese durch konjugierte (angehängte, Anm.) Toxine oder durch die spezifischen engineerten biologischen Wirkmechanismen des Antikörpers zum Absterben gebracht werden", wurde Gordana Wozniak-Knopp, die Leiterin des neuen CD-Labors, zitiert. (APA, 8.6.2016)

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