Panama Papers: Aufdeckerorganisation ICIJ muss Leute kündigen

8. Juni 2016, 14:10
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Das International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) steckt in finanziellen Problemen

Wien/Washington – Mit finanziellen Problemen kämpfen die Aufdecker der Panama Papers, die geheime Unterlagen veröffentlichten und damit einen weltweiten Coup landeten.

Zahlreiche Medien hatten Anfang April über gut 200.000 von der panamaischen Kanzlei Mossack Fonseca gegründete Briefkastenfirmen berichtet, in denen Politiker, Prominente und Sportler ihr Vermögen geparkt haben sollen. Die Organisation hinter den Enthüllungen ist das International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ).

Wie die "New York Times" berichtet, ist das Konsortium in finanzielle Turbulenzen geraten. Drei Mitarbeiter, die an der Aufbereitung der riesigen Datenmengen beteiligt waren, mussten gekündigt werden. Das eigene Büro wird aufgelöst, um in jenes des Center for Public Integrity, der Mutterorganisation, zu ziehen. Finanziert wird die Non-Profit-Organisation über Stiftungen und Spenden.

Vor den Panama Papers veröffentlichte das Recherchenetzwerk bereits die Offshore-Leaks, Luxemburg-Leaks und Swiss-Leaks. (red, 8.6.2016)

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