ÖFB-Team verspätet in Frankreich angekommen

Video8. Juni 2016, 13:47
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Ein Spieler hatte den Reisepass im Hotel vergessen. Außerdem war der Teamflieger zu groß für den Flughafen Avignon

Wien – Das Abenteuer EM in Frankreich hat für das österreichische Nationalteam am Mittwoch begonnen. Die Mannschaft landete um 14.55 mit dem Sonderflug OS 2651 in Avignon. Von dort ging es mit dem Bus direkt weiter ins Teamquartier Moulin de Vernegues nach Mallemort. Das erste Training in der sonnigen Provence steht am Donnerstagvormittag auf dem Programm.

Auf Schritt und Tritt.

"Das Feeling ist da, und die Vorfreude ist riesig", sagte Zlatko Junuzovic bei der Abreise. "Ich glaube fest daran, dass wir am ersten Spieltag gegen die Ungarn bereit sein werden." Das Auftaktspiel am Dienstag in Bordeaux dürfte bereits richtungsweisend für den Turnierverlauf sein. In den kommenden Tagen geht es für Teamchef Marcel Koller vor allem darum, an der Feinabstimmung zu arbeiten.

Reisepass vergessen

Die Mannschaft war mit etwas mehr als 20 Minuten Verspätung vom VIP-Terminal des Flughafens Wien-Schwechat abgeflogen. Martin Harnik hatte seinen Reisepass im Hotel in der Innenstadt vergessen, er wurde dem Stuttgart-Angreifer aber rechtzeitig nachgebracht. Marko Arnautovic begrüßte die zahlreichen Medienvertreter lautstark. "Wir freuen uns auf dieses Großturnier mit all seinen Eigenheiten", sagte Stürmer Marc Janko.

Einige Spieler posierten vor dem Flugzeug mit dunklen Sonnenbrillen für Fotos. In Avignon wurde das Team dann bei 28 Grad Celsius und kräftigem Wind unter anderen von Österreichs Botschafterin in Frankreich, Ursula Plassnik, und Mallemorts Bürgermeisterin Helene Gente begrüßt.

Flieger zu groß

Mit "ihrem" Flieger konnten die ÖFB-Kicker die eindreiviertel Stunden lange Reise allerdings nicht antreten. Die Sonderedition eines AUA-Airbus mit der Aufschrift "my Dreamteam" und den Fotos von acht Teamspielern ist zu groß, um auf den Flughafen Avignon zu landen. Der Bremsvorgang auf der nur 1.500 Meter langen Landebahn fiel auch mit einer kleineren Version hart aus.

Von Avignon aus fliegt die ÖFB-Auswahl auch zu den Gruppenspielen. Nach dem Auftakt in Bordeaux geht es zweimal nach Paris. Im Parc des Princes wartet am 18. Juni Portugal, vier Tage später im Stade de France Island. "Jetzt beginnt die Phase, in der es wirklich um etwas geht", sagte Janko, jedes Spiel sei ein Finalspiel. "Die Atmosphäre wird hoffentlich dementsprechend gut sein." Zu den Matches werden die Österreicher von insgesamt 60.000 bis 70.000 Fans begleitet. Janko: "Wir wissen, dass unsere Fans immer hinter uns stehen. Das haben wir auch immer sehr, sehr geschätzt."

Kritik und Kultur

Die jüngste Kritik nach den mäßigen Testspielen gegen Malta (2:1) und die Niederlande (0:2) wollte Janko nicht überbewerten. "Wir sind auch schon alle lange genug Österreicher, um dieses Schwarzweißdenken zu kennen. Das ist nun einmal in unserer Kultur so drinnen", sagte der 32-Jährige. "In der Vorbereitung passieren manchmal Ergebnisse, die man vielleicht nicht so erwartet. Wir müssen uns dieser Kritik aber auch stellen. Wir haben zuletzt nicht mehr so überzeugt, wie wir uns das vorgestellt haben."

Der Aufschrei nach unerwarteten Testspiel-Niederlagen sei aber selbst bei Europameister Spanien und Weltmeister Deutschland nicht so groß gewesen. "Natürlich hätte ich uns gerne ein Stück weiter gesehen", so Janko. "Aber wir sind noch nicht am Tag vor dem Ungarn-Spiel. Deswegen ist es für mich auch einigermaßen zu akzeptieren." Sechs Trainingseinheiten stehen bis dahin in Mallemort noch an. "Es geht darum, an den taktischen Finessen zu feilen", sagt Janko. Auch Standardsituationen sollen trainiert werden. (APA, 8.6.2016)

  • Alaba und Co auf dem Weg nach Frankreich.
    foto: apa/robert jaeger

    Alaba und Co auf dem Weg nach Frankreich.

  • Raus aus dem Flieger.
    foto: apa/ jaeger

    Raus aus dem Flieger.

  • Rein in den Bus.
    foto: apa/jaeger

    Rein in den Bus.

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