Vorarlberger Feuerwehren rückten zu 50 Unwettereinsätzen aus

8. Juni 2016, 12:14
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Lokaler Starkregen setzte zahlreiche Keller unter Wasser

Weiler/Egg – Nach lokal starken Regenfällen im Bezirk Feldkirch und im Bregenzerwald ist die Vorarlberger Feuerwehr in der Nacht auf Mittwoch rund 50 Mal alarmiert worden. Die Einsatzkräfte mussten vor allem vollgelaufene Keller auspumpen. Haupteinsatzort sei die Gemeinde Weiler (Bez. Feldkirch) gewesen, sagte Feuerwehreinsatzleiter Martin Hron gegenüber der APA.

Der Starkregen sei kurz und sehr lokal niedergegangen, berichtete Hron. Im Bezirk Feldkirch seien die Feuerwehren Weiler, Klaus und Röthis fast im Dauereinsatz gewesen. In Egg und Schwarzenberg im Bregenzerwald gab es mit fünf im Verhältnis dazu relativ wenige Einsätze. Gegen Morgen habe sich die Situation schließlich entspannt, schilderte der Einsatzleiter. Derzeit zähle man noch rund fünf Einsätze in Weiler. Dies seien aber keine neuen Fälle, vielmehr hätten manche erst am Morgen entdeckt, dass ihr Keller unter Wasser stehe, so Hron.

Normalität in Rottal-Inn erst in Jahren

In Deutschland, wo die Fluten im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn am heftigsten ausgefallen sind, müssen sich die Menschen auf eine lange Aufräum- und Sanierungszeit einstellen. "Es wird Jahre dauern, bis wieder Normalität in den Überflutungsgebieten einkehren kann", sagte der Landrat von Rottal-Inn, Michael Fahmüller (CSU), am Mittwoch. Etwa 1.000 Menschen waren allein in Simbach am Inn obdachlos geworden.

Die meisten von ihnen leben derzeit bei Freunden und Verwandten. Zwei Dutzend Betroffene sind weiter in Pensionen in der Nachbarstadt Braunau in Oberösterreich untergebracht. "Das Wichtigste wird sein, Häuser und Wohnungen zu bauen, damit die Menschen wieder eine Heimat haben", betonte Fahmüller. Viele Menschen hätten alles verloren oder ihr geretteter Hausstand passe in einen halben Kofferraum.

Katastrophengebiete in Frankreich

In Frankreich hat die Regierung die von Überschwemmungen betroffenen Regionen zu Katastrophengebieten erklärt. In 782 Gemeinden in 16 französischen Departements wird der Katastrophenfall ausgerufen, wie am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung in Paris aus Regierungskreisen verlautete. Damit ist der Weg frei für eine schnellere Entschädigung der Betroffenen.

Heftige Regenfälle hatten in Frankreich wie auch in Deutschland zu schweren Überschwemmungen geführt. Besonders betroffen waren der Norden, die Region um Paris und die Loire-Region. Die Schäden werden auf zwischen 900 Millionen und 1,4 Milliarden Euro geschätzt. (APA, 8.6.2016)

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