Thiem will magere Rasenbilanz aufpolieren

8. Juni 2016, 17:30
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Österreichs Nummer eins hat bisher erst zwei Erfolge auf Rasen verbuchen können – Zum Auftakt in Stuttgart gegen Australier Groth

Stuttgart – Die Resultate von Dominic Thiem auf Rasen stehen konträr zu fast allen anderen Bilanzen des 22-Jährigen auf der Tennis-Tour. Während er etwa insgesamt 105 Matches gewonnen und 69 verloren hat, auf Sand (59:24) und Hartplatz (44:29) ein positives Verhältnis von Siegen und Niederlagen hat, hält er auf Rasen in acht Partien bei erst zwei Erfolgen. Beide datieren vom vergangenen Jahr.

2015 besiegte Thiem in Nottingham Malek Jaziri (TUN) in zwei und in Wimbledon Dudi Sela (ISR) in vier Sätzen. Niederlagen gab es in Stuttgart gegen Mischa Zverev (GER), in Halle gegen Kei Nishikori (JPN), in Nottingham gegen Alexander Dolgopolow (UKR) und in Wimbledon gegen Fernando Verdasco (ESP). Sein Debüt auf Rasen hatte Thiem 2014 gegeben. In London-Queen's unterlag er damals David Goffin (BEL) und in Wimbledon Luke Saville (AUS).

Die Verbesserung seiner Leistung auf Rasen ist eines der Saisonziele von Österreichs Nummer eins, allerdings ist da mit ähnlichen Erfolgen wie zuletzt nicht zu rechnen. Am Donnerstag bestreitet der 22-Jährige in Stuttgart im Achtelfinale gegen den Australier Sam Groth sein erstes Match als Top-10-Mann. Nächste Woche versucht sich Thiem in Halle, ehe er vor dem Wimbledon-Grand-Slam eine Rasen-Exhibition auf Mallorca einschieben wird.

Entschärft

Thiem selbst hat vor seinem ersten Rasen-Auftritt in diesem Jahr großen Respekt gezeigt. "Das Problem ist, dass der Belag meine Waffen ziemlich entschärft", sagte der Niederösterreicher in Stuttgart und führte etwa seinen Kick-Aufschlag an. Im Vergleich zu Sand sei "fast alles anders". So gebe es fast keine langen Ballwechsel, dazu sei auch die Beinarbeit anders, erklärte Thiem.

Dennoch mache das Spiel auf Rasen "extrem Spaß". Über seinen Gegner Sam Groth sagte er, er sei "eine der unangenehmsten Auslosungen, die man haben kann auf Rasen für das erste Match".

An seiner Herangehensweise werde sich auch als Top-10-Spieler nichts ändern, versicherte Thiem. "Es klingt hart, aber Paris ist Vergangenheit", sagte er mit Verweis auf die French Open in Paris. Dort scheiterte er in der vergangenen Woche im Semifinale an der ATP-Nummer-eins Novak Djokovic. (APA, 8.6.2016)

  • Auf Rasen gibt es für Dominic Thiem noch viel Luft nach oben.
    foto: afp/ thomas samson

    Auf Rasen gibt es für Dominic Thiem noch viel Luft nach oben.

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