Polizei stoppt Flucht durch Österreich und Bayern

7. Juni 2016, 21:56
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Fluchtmotiv für eineinhalbstündige Fahrt zunächst unklar

Deggendorf/Salzburg – Nach einer mehr als 150 Kilometer langen Flucht durch Österreich und Bayern ist ein Unfallfahrer von der Polizei gestoppt worden. Wie das niederbayerische Polizeipräsidium berichtete, hatte der 23-Jährige am Dienstag auf der A1 (Westautobahn) in Österreich einen Unfall mit Blechschaden verursacht, während er ein anderes Fahrzeug auf dem Pannenstreifen rechts überholen wollte. Als ein Mann helfen wollte und anhielt, stahl ihm der Unfallfahrer kurzerhand das Auto und raste mit Tempo 200 davon. Seinen Vater, der als Beifahrer im Unfallwagen saß, ließ der 23-Jährige zurück.

Der 23-Jährige fuhr etwa 70 Kilometer über österreichische Autobahnen in Richtung Deutschland. Mehrere Polizeifahrzeuge verfolgten den Mann, der mit extremer Geschwindigkeit andere Autofahrer erneut gefährdete und teilweise rechts auf dem Pannenstreifen der Fernstraßen überholte. Schließlich erreichte erBayern, wo er von zusätzlichen Streifen und einem Polizeihubschrauber verfolgt wurde.

Nach weiteren 90 Kilometern wurde der Fahrer im bayerischen Landkreis Deggendorf auf der A3 gestoppt. Eine Zivilstreife mit Schleierfahndern und eine Streife der Autobahnpolizei nahmen den Raser in die Zange, drängten ihn gegen die Leitplanke und beendeten so die waghalsige Flucht. Zwei Polizisten wurden bei der Festnahme des 23-Jährigen leicht verletzt, mehrere Autos wurden demoliert. Der Grund für die knapp eineinhalbstündige Flucht des Mannes war zunächst unklar. (APA, 7.6.2016)

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