Hanno Settele zur EM über Stilikonen und sexy Fußball

Ansichtssache8. Juni 2016, 08:00
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"Dok eins" zum Thema Fußballwahn – Mittwoch, 20.15 Uhr, ORF 1

Wien – In zwei Tagen ist es wieder so weit: Österreich versinkt im Fußballfieber und feiert den Start der Europameisterschaft.

Natürlich darf das ORF-Spezial dazu nicht fehlen. Und wer wäre dafür besser geeignet als Hanno Settele, der von sich selbst sagt, er könne nicht Fußball spielen.

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Am Mittwochabend tauscht Settele also sein Lenkrad (Die Wahlfahrt) gegen ein Trikot. Im Rahmen der Doku Der Wahnsinn Fußball in ORF 1 geht er ab 20.15 Uhr der Frage nach, was Fußball überhaupt ist – fernab von Spielregeln und Sportanlagen.

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foto: orf/kubefilm

Zum Einstieg in das Thema stellt Settele dem Zuschauer die Fußballerin Carina Wenninger vor. Die Steirerin spielt seit 2008 in der Frauenabteilung des FC Bayern München. So bekannt wie ihr Kollege David Alaba wird sie allerdings wohl nicht mehr. Denn es ist kein Geheimnis, dass der Frauenfußball mehr belächelt als gefördert wird.

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Aber auch die Burschen haben ihr Kreuz zu tragen: Als professioneller Fußballspieler muss man heutzutage nicht nur den Ball beherrschen, sondern auch seinen eigenen Stil in die Liga mitbringen.

Es geht um den Haarschnitt, die Markenklamotten und auch um den eintätowierten Körperschmuck – kurz gesagt: Das Image will gepflegt werden. Die Fußballkultur ist mittlerweile zu einem Teil der medialen Inszenierung geworden und verlangt ihren Tribut.

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So kopiert Aleksandar Dragović gern und bewusst das eine oder andere Outfit von Marko Arnautović. Alaba wird wiederum von Arnautović gelobt, natürlich für seinen Kleidergeschmack, und die eigentlichen Leistungen interessieren nur noch teilweise.

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Was ein Spieler sonst noch für Aufgaben hat, erfährt Settele, als er den Innenverteidiger und Justin-Bieber-Fan Dragović trifft. So ergründet er den Alltag eines Profispielers: Hotel, Training, Verzicht und noch mehr Training. Die Hauptbestandteile eines Fußballerlebens. Für die Familie und Freunde bleibt da wenig Zeit.

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Dem Phänomen Fußballwahn kommt Settele zwar näher, weshalb – laut Fifa – allerdings über eine Viertelmilliarde Menschen aktiv Fußball spielen, kann kein wissenschaftliches Modell erklären. Doch Settele weiß: "Der Wahnsinn Fußball beginnt im Kopf." (sc, 8.6.2016)

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