Craft-Bier: Amber-Ale als einfacher Einstieg

Kolumne16. Juni 2016, 12:19
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Bei Craft-Bieren denkt man vor allem an IPA. Für Einsteiger ist aber ein Amber-Ale einfacher

Die Gartenrast könnte man einfach als Backhendlstation bezeichnen: In Hanglage oberhalb von Radenthein in Kärnten ist das Lokal mit der schönen Aussichtsterrasse immer einen Ausflug wert – und die Hühner gibt es nicht nur gebacken. Viele Gäste kommen aber nicht wegen des Geflügels, sondern wegen der Bierauswahl, die Wirt Uli Bacher seit Jahren pflegt. Und weil ihm das nicht gereicht hat, hat er vor zwei Jahren seine eigene Brauerei errichtet.

Shilling Brewery hat er sie genannt – ein bisserl auf die alte österreichische, noch mehr aber auf die alte britische Währung anspielend. Denn Bacher braut – nicht nur für den Bedarf seines eigenen Lokals – gerne Ales.

American Amber Ale

"Mit dem Nock Ale können aber viele in unserer Gegend nichts anfangen", sagt Bacher über sein herbes Craft-Bier – also stellte er voriges Wochenende sein American Amber Ale vor: Rötlich-braun liegt es im Glas, milde Kohlensäure und ein runder, aber nicht süßer Malzkörper (Pilsner und Wiener Malz sowie etwas unvermälzte Röstgerste) bestimmt den Trunk und das Hopfenfinish (Slovenian Goldings, Citra und Columbus) sorgt für einen relativ trockenen Nachtrunk.

Und warum heißt das Ale "Tom Thörner"? Bacher lacht: "Ah, das kannst du nicht wissen. Der Tom Thörner ist ein Original hier aus der Nachbargemeinde Feld am See – es ist ja auch ein Bier für die Leut' von hier." (Conrad Seidl, RONDO, 16.6.2016)

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    foto: reuters/plunkett
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