Das beste Stück ... nachgefragt bei Harald Sicheritz

Kolumne13. Juni 2016, 12:51
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Michael Hausenblas fragt den Regisseur und Drehbuchautor, warum es diese Bassgitarre sein muss

"Man kann durchaus sagen, dass diese Bassgitarre eine Lebensgefährtin ist. Als ich gefragt wurde, was mein 'bestes Stück' sei, musste ich keine Sekunde überlegen. Sie ist es. Manche Leute lieben ihre Aktentasche oder ihren Füller, mein Bass ist da schon etwas anderes. Ich kann ihm Töne entlocken, was ich viel zu selten tue.

Gekauft hab ich meinen Spoiler 1983 von Alembic in Kalifornien. Damals war das Unternehmen klein, schon bald aber weltberühmt. Das Instrument wurde extra für mich lackiert, üblicherweise zeigen Alembic-Instrumente ihr Holz natur.

Ich liebe diese Gitarre. Mit ihr hab ich mehr als 500 Konzerte gespielt, vor allem mit meiner Band Wiener Wunder. Sie hat mich nie im Stich gelassen und klingt genauso knackig wie vor 33 Jahren. Aufbewahrt wird sie in meinem Büro. Dort hängt sie hinter dem Schreibtisch an der Wand, und wenn man mit mir skypt, kann man sie sehen. Natürlich würde ich sie niemals hergeben." (Michael Hausenblas, RONDO, 13.6.2016)

Harald Sicheritz führte neben Sabine Derflinger Regie bei den "Vorstadtweibern" und drehte gerade seinen neuen Film "Baumschlager" ab.

  • Harald Sicheritz: "Diese Gitarre hat mich nie im Stich gelassen und klingt genauso knackig wie vor 33 Jahren."
    foto: nathan murrell

    Harald Sicheritz: "Diese Gitarre hat mich nie im Stich gelassen und klingt genauso knackig wie vor 33 Jahren."

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