Die Kinderuni spricht viele Sprachen

11. Juni 2016, 15:25
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Rund 20 Initiativen in ganz Österreich bieten Wissenswertes – inner- und außerhalb der Hochschulen

Wien – "Warum soll ich nicht Sch... sagen?", "Wie kommt das Böse in die Welt?", "Was macht der Mönch am Meer?" Fragen wie diese beantworten auch heuer wieder rund 20 Kinderunis in Österreich, die in den Sommermonaten dem Nachwuchs alle möglichen Wissensgebiete näherzubringen versuchen. Allein die Kinderuni Wien bietet zwischen 11. und 24. Juli 470 Lehrveranstaltungen für Sieben- bis Zwölfjährige an – in Deutsch und acht weiteren Sprachen. Ab 13. Juni kann man sich online unter www.kinderuni.at anmelden, tags darauf öffnen die Anmeldeschalter.

Die Kinderuni Wien, zu der sich Uni Wien, die Medizin-Uni Wien, die Technische Uni Wien, die Universität für Bodenkultur, die Veterinärmedizinische Universität, die Wirtschaftsuni Wien und die Fachhochschule Campus Wien zusammengeschlossen haben, ist mit mehr als 28.000 Studienplätzen für rund 4500 Kinder die größte Kinderuni Europas. 600 Wissenschafter führen den Nachwuchs in ihr Fachgebiet ein.

Die Jungstudenten können dabei aus mehreren Themenschwerpunkten wählen, zusätzlich gibt es Technik-Lehrveranstaltungen speziell für Mädchen und bei ausgewählten Veranstaltungen Dolmetsch in Gebärdensprache.

Mehr oder weniger umfassendes Programm gibt es auch an den Kinderunis Graz, Salzburg, Linz, Innsbruck, Klagenfurt und an Kunstunis. Zudem bieten zahlreiche Fachhochschulen und andere außeruniversitäre Einrichtungen eine ganze Reihe von wissenswerten Aktivitäten für die Kleinen. Besonders in Ober- und Niederösterreich gibt es einige Standorte außerhalb der Landeshauptstädte. Fast alle Initiativen werden vom Wissenschaftsministerium unterstützt.

Bewährt haben sich zwei Ansätze: Einerseits können Kinder an den Hochschulen universitäres Flair schnuppern, sich ihren Studienplan zusammenstellen, Workshops und Vorlesungen absolvieren und sich bei einer feierlichen Sponsion ihre Teilnahmeurkunden abholen. Auf der anderen Seite versuchen immer mehr Initiativen, die Uni zu den Kindern zu bringen. Außerhalb der etablierten Bildungszentren will man auch weniger wissensaffine Zielgruppen erreichen.

So kommt die Kinderuni on tour, die Station in Wien und Niederösterreich macht, in Parks, Jugendzentren oder in den Nationalpark. Das Physikmobil und der Science-Truck sind in ganz Österreich unterwegs. Aber auch etwa die Kinderuni Salzburg bietet Veranstaltungen im Park und am Abenteuerspielplatz. (kri, 11.6.2016)

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