Verwirrungen um alte Aborigines-DNA aufgeklärt – Korridor für Uramerikaner erst seit 13.000 Jahren eisfrei

7. Juni 2016, 08:00
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Verwirrungen um alte Aborigines-DNA aufgeklärt

Nathan – Im Jahr 2001 sorgten DNA-Analysen von Ur-Aborigines für einige Aufregung: Die Erbsubstanz schien so völlig anders, dass Zweifel an der "Out of Africa"-Theorie geäußert wurden. Nun hat ein internationales Forscherteam um David Lambert (Griffith University in Nathan) die DNA mit modernen Methoden neu sequenziert. Wie die Forscher in "PNAS" schreiben, seien die ursprünglichen Daten durch DNA-Verunreinigungen zustande gekommen und daher wertlos.

foto: wilfred shawcross
Die aufsehenerregenden Funde stammten aus New South Wales.

Abstract
PNAS: "Ancient mtDNA sequences from the First Australians revisited"

Korridor für Uramerikaner erst seit 13.000 Jahren eisfrei

Washington – Der Weg der ersten Besiedler Amerikas führte über Alaska und Yukon (also der nordwestlichen Provinz Kanadas) nach Süden. Bisher dachte man, dass diese Passage bereits seit 21.000 Jahren eisfrei war. Neue Funde von Beth Shapiro und Kollegen im Fachblatt "PNAS" zeigen nun, dass der Korridor noch vor 13.000 Jahren vereist gewesen sein dürfte. Das wiederum bedeutet, dass die ersten Amerikaner einen sehr viel härteren Weg in den Süden hatten – und es trotzdem schafften.

foto: courtesy of the yukon government
Steppenbison-Schädel aus Yukon.

PNAS: "Bison phylogeography constrains dispersal and viability of the Ice Free Corridor in western Canada"

(red, 7.6.2016)

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