Personeller Umbau am Verbandstag der Gemeinnützigen

6. Juni 2016, 17:29
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Arge Eigenheim fordert Verfassungsänderung

Wien – Der am Dienstag startende zweitägige Verbandstag der gemeinnützigen Bauvereinigungen bringt personelle Änderungen im Vorstand mit sich. Obmann Karl Wurm steht zwar nicht zur Debatte, er wird nach STANDARD-Informationen mit einer klaren Mehrheit für seine Wiederwahl rechnen können. Es wird seine bereits siebente sein, er ist seit 1992 Verbandsobmann. Sozialbau-Chef Herbert Ludl, ebenfalls langjähriger Funktionär, zieht sich aber altersbedingt aus seinen Ämtern zurück, zunächst aus dem GBV-Vorstand. Hier wird ihn Gesiba-Chef Ewald Kirschner beerben. Aufseiten der bürgerlichen Bauträger, die in der "Arge Eigenheim" organisiert sind, komplettieren wie bisher Alfred Graf (Gedesag) und Herwig Pernsteiner (ISG) den Vierer-Vorstand.

Gegenkandidatur geprüft

Wurms Wiederwahl war im Vorfeld nicht ganz unumstritten; Wohnungstransaktionen brachten ihn im Vorjahr in die Bredouille. Auch so mancher Vertreter des SP-nahen Lagers nimmt ihm außerdem Übel, bisher keinen Nachfolger aufgebaut zu haben. Die Arge Eigenheim prüfte im Vorfeld, ob eine Gegenkandidatur möglich wäre. Ausschlaggebend für die Kräfteverteilung am Verbandstag ist die Zahl der Verwaltungseinheiten der jeweils SP-nahen bzw. bürgerlichen Mitgliedsunternehmen. Wer die Mehrheit hat, stellt den Vorsitzenden.

Die Arge Eigenheim will inhaltlich punkten und stellte am Montag auf einer Pressekonferenz mehrere Forderungen. Dazu gehören verfassungsrechtliche Klarstellungen bezüglich der Bodenmobilisierung, eine "Schubumkehr" bei der Normenflut, Zweckbindung sowie Indexierung der Wohnbauförderung, und ein neues Mietrecht. (mapu, 6.6.2016)

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