Wien: Neues Wohnprojekt für Flüchtlinge und Studierende

6. Juni 2016, 15:35
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Caritas entwickelt in Wien-Favoriten Haus für bis zu 140 junge Menschen – Bezug beginnt Ende Juli

Wien – Ein Wohnprojekt für Menschen mit und ohne "Fluchthintergrund"- das wird in Wien-Favoriten demnächst Realität. Die Caritas entwickelt dort auf den ehemaligen Siemensgründen ein Haus für insgesamt 140 junge Menschen bis 25 Jahre. Integration, so hofft man, soll durch das gemeinsame Miteinander entstehen.

"Die jungen Flüchtlinge haben ein unglaubliches Potenzial und sie haben vieles mit den Studierenden gemeinsam: Alle wünschen sich eine gute Zukunft, ein friedliches Leben, einen Beruf, der den eigenen Interessen und Fähigkeiten entspricht und Freunde", betonte Klaus Schwertner, Generalsekretär der Caritas der Erzdiözese Wien, bei der Vorstellung des Projekts am Montag.

Selbstbestimmtheit

Die Idee dahinter sei es, eine unkonventionelle, selbstbestimmte Art des Zusammenwohnens verschiedener Kulturen zu leistbaren Bedingungen zu ermöglichen. 140 Mädchen und Burschen unterschiedlicher Nationalitäten werden im Herbst in der WG in der Kempelengasse wohnen. 45 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ziehen bereits ab Ende Juli ein, 25 ältere Asylwerber werden hier Nachbetreuungsplätze erhalten.

Ab September werden dann 70 Studierende und junge Menschen in Berufsausbildung in der neuen Unterkunft wohnen, wobei die Anmeldung für die Plätze ab sofort möglich ist. Vielseitig nutzbare Gemeinschaftszonen sollen das Kennenlernen erleichtern. Wobei die Kontaktaufnahme auch mit den Nachbarn erwünscht ist. Diese dürfen auch vorbeikommen: Das ehemalige Firmenareal wird künftig tagsüber für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

Die Caritas betreut laut eigenen Angaben neben der akuten Flüchtlingsnothilfe österreichweit rund 43.000 Asylwerber in Grundversorgung, davon knapp 9.000 in von der Caritas betriebenen Unterkünften. Mehr als 870 sind unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. 34.000 Flüchtlinge, die privat oder in Quartieren anderer Unterkunftsgeber untergebracht sind, werden mobil betreut. (APA, 6.6.2016)

  • Die Ausstattung ist auf kompakte Raummaße ausgelegt.
    foto: apa/herbert pfarrhofer

    Die Ausstattung ist auf kompakte Raummaße ausgelegt.

  • Artikelbild
    foto: apa/herbert pfarrhofer
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