Migranten aus Drittländern haben es in EU am Jobmarkt schwer

6. Juni 2016, 13:07
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Im EU-Durchschnitt bei eigenen Staatsbürgern 77,3 Prozent gegenüber 69,8 Prozent bei Nicht-EU-Bürgern

Brüssel – Die Erwerbsquote von Nicht-EU-Bürgern war 2015 im Durchschnitt der Europäischen Union mit 69,8 Prozent deutlich niedriger als jene der eigenen Staatsbürger mit 77,3 Prozent. Am höchsten lag die Erwerbsquote der eigenen Staatsbürger in Schweden mit 87,0 Prozent, gegenüber nur 61,5 Prozent bei Migranten in dem nordischen Land, geht aus jüngsten Zahlen von Eurostat vom Montag hervor.

Österreich wies eine Erwerbsquote von 79,5 Prozent der einheimischen Bürger auf, gegenüber 65,9 Prozent der Nicht-EU-Bürger. Die geringste Erwerbsquote der eigenen Staatsbürger in der EU wies Italien mit 67,9 Prozent auf, dort lag der Anteil der Nicht-EU-Bürger mit 72,6 Prozent klar höher.

Neben Italien wiesen auch neun weitere EU-Staaten eine höhere Erwerbsquote von Nicht-EU-Bürgern auf. Griechenland (72,6 Prozent Staatsbürger zu 80,7 Prozent Nicht-EU-Bürger), Slowenien (75,7 zu 83,5 Prozent), Slowakei (76,2 zu 81,3 Prozent), Italien (67,9 zu 72,6 Prozent), Spanien (78,7 zu 82,0 Prozent), Zypern (79,3 zu 81,5 Prozent), Portugal (79,0 zu 80,9 Prozent, Tschechien (78,7 zu 79,2 Prozent) und Ungarn (73,8 zu 74,1 Prozent).

In den anderen 18 EU-Ländern war der Anteil der eigenen Bevölkerung an der Erwerbsquote höher als bei Nicht-EU-Staatsbürgern. (APA, 6.6.2016)

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