Antihormonelle Brustkrebstherapie verringert Rückfälle

6. Juni 2016, 13:47
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Bei hormonabhängigem Brustkrebs bringt eine langfristige Behandlung mit Aromatasehemmern weniger Rückfälle, zeigt eine Studie

Eine längere medikamentöse antihormonelle Behandlung bei Frauen mit Brustkrebs nach der Menopause verhindert offenbar mehr Rückfälle. Das ist das Ergebnis einer amerikanisch-kanadischen Studie, die auf dem Krebskongress der amerikanischen Onkologen-Fachgesellschaft (ASCO) in Chicago präsentiert wurde.

"Diese Daten sind wichtig für weltweit Millionen Frauen mit hormonabhängigem Brustkrebs und deuten darauf hin, dass eine breit verfügbare Therapie das Risiko für einen Rückfall und das Wiederauftreten der Erkrankung verhindern kann", sagt ASCO-Brustkrebsexperte Harold Burstein. Normalerweise erhalten Frauen mit hormonabhängigem Brustkrebs im frühen Stadium nach der Entfernung des Tumors fünf Jahre lang eine antihormonelle medikamentöse Behandlung. Oft ist eine belastendere Chemotherapie dann nicht notwendig.

Langfristig wirken

In den vergangenen Jahren haben sich dabei nach dem weltweit bekannten Antihormon Tamoxifen die sogenannten Aromatasehemmer durchgesetzt. In der Studie mit fast 2.000 Patientinnen wurde ein Teil fünf Jahre lang, der andere Teil zehn Jahre lang mit dem Aromatasehemmer Letrozol nachbehandelt.

Dabei zeigte sich eine infolge der längeren Therapie ein Rückgang des Risikos für ein Wiederauftreten der Erkrankung um 34 Prozent. Ebenso kam es zu einer deutlichen Verminderung der Häufigkeit eines Mammakarzinoms in der anderen und von der Ersterkrankung nicht betroffenen Brust der Frauen. Die meisten Mammakarzinomerkrankungen sind in ihrer Entstehung und im Tumorwachstum vom Vorhandensein der weiblichen Geschlechtshormone abhängig. (APA, 7.4.2016)

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