Mindestens drei Tote bei Unwetter an Australiens Ostküste

6. Juni 2016, 11:08
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Meterhohe Wellen rissen Swimmingpool aus dem Boden

Sydney – Schwere Unwetter an der australischen Ostküste haben am Wochenende mindestens drei Menschen getötet und immense Sachschäden angerichtet. Im Bundesstaat New South Wales wurden ganze Küstenabschnitte von gewaltigen Wellen einfach weggerissen. Die Schäden seien "landauf und landab der Küste unglaublich", sagte der Regierungschef des Bundesstaats, Mike Baird.

Taucher bargen in der Region Sydney die Leichen von zwei Autoinsassen aus den Fluten. Eine der beiden Toten wurden im Vorort Leppington gefunden, der andere in der rund hundert Kilometer entfernten Stadt Bowral. Ein dritter Toter wurde am Ufer eines reißenden Flusses nahe der Hauptstadt Canberra entdeckt, konnte zunächst aber nicht geborgen werden.

Schlimmste Fluten seit Jahrzehnten

Die Ostküsten-Metropole Sydney erlebte laut Wetterdienst die schlimmsten Fluten seit 30 Jahren. Die Niederschlagsmenge lag mit 226 Millimetern weit über der für Juni üblichen Monatsregenmenge von etwa 132 Millimetern. Böen erreichten Spitzengeschwindigkeiten von 115 Kilometern pro Stunde. Zwei der drei Start- und Landebahnen des Flughafens Sydney wurden vorübergehend geschlossen.

Die Gewalt der Brandung wurde an der Küste deutlich, wo der im Boden eingelassene Pool eines Privathauses von den Fluten herausgerissen wurde. Am Montag begannen die Aufräumarbeiten in den betroffenen Regionen. Regierungschef Baird warnte jedoch, dass die Wetterlage weiter gefährlich sei. (APA, AFP, 6.6.2016)

  • Etwa 500 Menschen mussten nach Überschwemmungen in Sydney ihre Häuser verlassen.
    foto: apa/afp/saeed khan

    Etwa 500 Menschen mussten nach Überschwemmungen in Sydney ihre Häuser verlassen.

  • Schäden in Collaroy, einem Vorort von Sydney.
    foto: apa/afp/william west

    Schäden in Collaroy, einem Vorort von Sydney.

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