Nach vermeintlichem Hack: Teamviewer rüstet Sicherheit auf

4. Juni 2016, 15:59
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Trusted Devices und Überwachung der Kontoaktivitäten

Teamviewer reagiert auf den jüngsten vermeintlichen Hack, von dem zahlreiche Nutzer betroffen sind, mit einem vorgezogenen Sicherheitsupdate. Der Anbieter von Fernwartungslösungen bestreitet nach wie vor, dass es einen Hack der DNS-Dienste von Teamviewer gab, vielmehr wurde ein DDoS-Angriff verzeichnet. Dass so viele Konten übernommen wurden, ist laut dem Unternehmen auf schlechte Passwörter und Trojaner auf den Rechner der Kunden zurückzuführen.

Länger geplant, nun vorgezogen

Das neue Sicherheitsupdate war zwar schon länger geplant, wurde nun aufgrund der aktuellen Geschehnisse vorgezogen, wie der Pressesprecher des Dienstes gegenüber Golem.de sagt. Neben der 2-Faktor-Authentifizierung sind Accounts nun zusätzlich über die Funktion Trusted Devices abgesichert. Geschieht eine Anmeldung über ein neues Gerät, muss dies zuerst über eine Mail an den Nutzer bestätigt werden. Dadurch ist das System freigeschalten.

System wird überwacht

Zudem werden die Konten ab sofort vom Teamviewer-System überwacht, um ungewöhnliches Verhalten aufzuzeigen. Wird solch eines erkannt, muss das Kennwort zurückgesetzt werden, um das Konto weiterhin nutzen zu können. All jene, die vom Hack betroffen sind, sollen sich beim Unternehmen melden, damit eine gemeinsame Lösung ausgearbeitet wird. (red, 04.06.2016)

  • Teamviewer zieht ein Sicherheitsupdate vor, nachdem etliche Konten geplündert wurden und es einen DDoS-Angriff gegeben hatte.
    foto: screenshot/webstandard

    Teamviewer zieht ein Sicherheitsupdate vor, nachdem etliche Konten geplündert wurden und es einen DDoS-Angriff gegeben hatte.

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