Türkei verhängte Ausgangssperre in Kurdengebieten

4. Juni 2016, 14:22
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Militäraktionen gegen PKK in Provinz Diyarbakir geplant

Diyarbakir – Die Türkei hat wegen bevorstehender Militäraktionen gegen kurdische Rebellen in einigen Gebieten der südöstlichen Provinz Diyarbakir eine Ausgangssperre verhängt. Betroffen seien ländliche Regionen um die Stadt Lice, teilte das Amt des Provinzgouverneurs am Samstag mit. In der Region seien wahrscheinlich Kämpfer der Untergrundorganisation PKK aktiv.

Erst am Vortag hatten die Sicherheitskräfte eine drei Monate dauernde Offensive gegen die PKK (Arbeiterpartei Kurdistans) in der Stadt Nusaybin an der syrischen Grenze und in Sirnak an der Grenze zum Irak für beendet erklärt. Dabei wurden Sicherheitskreisen zufolge mehr als Tausend Menschen getötet, die meisten von ihnen seien PKK-Kämpfer gewesen.

Im Juli des vergangenen Jahres war ein zwei Jahre alter Waffenstillstand zwischen der türkischen Regierung und PKK zerbrochen. In dem seit Jahrzehnten anhaltenden Aufstand der PKK kamen bisher mehr als 40.000 Menschen getötet. (APA, Reuters, 4.6.2016)

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