US-Kongress nimmt IT-Sicherheit der Notenbank unter die Lupe

4. Juni 2016, 11:58
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Zwischen 2011 und 2015 mehr als 50 Verstöße gegen den Datenschutz festgestellt – Mehrfache Hackerangriffe

Ein Ausschuss des US-Kongresses hat nach Hackerangriffen die Maßnahmen der Notenbank Federal Reserve zur Internetsicherheit ins Visier genommen. Das Gremium forderte in einem Schreiben am Freitag zwecks Prüfung Unterlagen der Zentralbank zu den Cyberattacken ab Jänner 2009 bis dato an. Die Fed war internen Berichten zufolge in den vergangenen Jahren mehrfach Ziel von Hackerangriffen geworden.

Mehr als 50 Verstöße

In den Reuters vorliegenden Akten wurden zwischen 2011 und 2015 mehr als 50 Verstöße gegen den Datenschutz festgestellt. Reuters hatte die Herausgabe der Fed-Papiere auf Basis der Gesetze zur Informationsfreiheit erreicht.

Ernsthaft besorgt

Das Komitee für Wissenschaft, Weltraum und Technologie sei ernsthaft besorgt über die Berichte, geht aus dem Schreiben hervor. Das Gremium frage sich, ob die Fed in der Lage sei, hochsensible Finanzinformationen zu schützen. Die Fed wollte sich dazu nicht äußern.

IT-Sicherheit im Fokus

Das Thema Cyber-Sicherheit bei Notenbanken war zuletzt durch eine Hacker-Attacke auf die Zentralbank Bangladeschs weltweit in den Fokus gerückt. Über das internationale Zahlungsverkehrssystem Swift erbeuteten die Angreifer dabei 81 Millionen Dollar. (APA, 04.06.2016)

  • Ein Ausschuss des US-Kongresses hat nach Hackerangriffen die Maßnahmen der Notenbank Federal Reserve zur Internetsicherheit ins Visier genommen.
    foto: reuters/lamarque

    Ein Ausschuss des US-Kongresses hat nach Hackerangriffen die Maßnahmen der Notenbank Federal Reserve zur Internetsicherheit ins Visier genommen.

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