Meinl Bank: Unstimmigkeiten um 30 Mio. Dollar von Kunden

3. Juni 2016, 18:16
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"trend": Anwälte eingeschaltet, israelische Finanzaufsicht ermittelt – Bank: Legales Geschäft, Kredit noch gar nicht fällig

Wien – Die Meinl Bank hat laut einem Bericht des Wirtschaftsmagazin "trend" Probleme mit einem israelischen Kunden. Es geht um 30 Mio. Dollar (26,81 Mio. Euro), die sich auf Cash Deposits des Meinl Bank-Kunden befunden haben sollen und unauffindbar sind, schreibt das Magazin. Die israelische Finanzaufsicht ermittle, die Bank selber spricht von einem legalen Geschäft.

Die israelische Holding BSD Crown, die in London börsennotiert ist, habe ihren Aktionären kürzlich mitgeteilt, dass 30 Millionen US-Dollar, die sich ursprünglich auf Cash Deposits der Bank befanden, nicht mehr auffindbar seien. Die Deposits seien als Pfand für Kredite an Offshore-Firmen, die BSD Crown aber nicht bekannt seien, genutzt worden, heißt es in der Erklärung des Unternehmens weiter. Anwälte wurden eingeschaltet.

Die Meinl Bank sei über die Anschuldigungen verwundert, so das Magazin. Es habe sich um ein legales "Back-to-Back-Geschäft" gehandelt. Die Anschuldigungen verstehe man nicht, außerdem sei der Kredit ja noch gar nicht fällig, heißt es aus der Bank. Auf APA-Anfrage war Freitagnachmittag keine Stellungnahme der Meinl Bank zu bekommen. (APA, 3.6.2016)

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