Inszenierte Aufräumarbeiten mit Flüchtlingen: Kein TV-Team aus Österreich

3. Juni 2016, 15:50
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Sender wollte in Schwäbisch Gmünd in Baden- Württemberg mit Flüchtlingen filmen – Entgegen erster Meldung war es kein Kamerateam aus Österreich

Wien – Von einer "gezielten Aktion des ORF" schrieb die Onlineplattform "Wochenblick" unter Bezug auf einen Bericht der "Rems Zeitung", wonach ein österreichisches Kamerateam Aufräumarbeiten mit Flüchtlingen in der vom Hochwasser gebeutelten deutschen Stadt Schwäbisch Gmünd in Baden- Württemberg inszeniert haben soll.

Auf STANDARD-Anfrage stellen sowohl der ORF als auch österreichische Privatsender klar, dass es sich um kein Kamerateam von ihnen gehandelt habe, was auch der Sprecher der Stadt Schwäbisch Gmünd nach der ersten Falschmeldung gegenüber krone.at bestätigte. Involviert soll ein ausländischer Sender gewesen sein.

Konkret geht es laut der Zeitung um eine Szene, in der Flüchtlingen Utensilien zum Aufräumen in die Hand gedrückt wurden, um sie als Helfer in Szene zu setzen. Tatsächlich halfen viele bei dem Einsatz, nur eben nicht in dieser Situation. (red, 3.6.2016)

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