Ermittlungen gegen rund 100 mutmaßliche IS-Kämpfer im Kosovo

3. Juni 2016, 14:09
54 Postings

Teilnahme an ausländischen Kriegen seit 2015 im Kosovo verboten

Prishtina – Die kosovarischen Justizbehörden haben bisher gegen rund 100 mutmaßliche Anhänger der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) Ermittlungen eingeleitet. Das berichteten nationale Medien am Freitag unter Berufung auf Präsident Hashim Thaci. Den kosovarischen Staatsbürgern werde vorgeworfen, für den IS in Syrien oder im Irak gekämpft zu haben oder ihre Landsleute dazu angeheuert zu haben.

Der Kosovo hatte Anfang 2015 die Teilnahme seiner Bürger an Kriegen im Ausland gesetzlich verboten. Für Verstöße sind Haftstrafen von bis zu 15 Jahren vorgesehen. In einem dieswöchigen Bericht des US-Außenministeriums hieß es, dass aktuell rund 300 Kosovaren an der Seite von Terrorgruppen im Irak und Syrien kämpfen. Kosovarische Behörden gaben die Zahl zuletzt etwas niedriger an. (APA, 3.6.2016)

Share if you care.