Oberösterreichische Ärztekammer gegen SV-Zusammenlegung

3. Juni 2016, 13:47
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Entgegen dem Kurs der Bundes-Ärztekammer – Präsident Niedermoser: Hauptverband "größter Bremser"

Linz/Wien – Die Ärztekammer Oberösterreich hat sich am Freitag "dezidiert" gegen die Zusammenlegung von Sozialversicherungsträgern ausgesprochen und ist damit diametral zum Kurs der Bundes-Ärztekammer unterwegs. "Das würde die geordneten Finanzierungswege in Oberösterreich empfindlich stören und dazu dienen, dass die Gelder in die anderen Bundesländer fließen", begründete Präsident Peter Niedermoser seine Ablehnung.

Bundes-Ärztekammer-Präsident Artur Wechselberger hatte zuletzt die von Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) angesprochene Reform der Sozialversicherungen mit einer Zusammenlegung von Trägern ausdrücklich begrüßt. Für ihn sei eine Reduktion der Zahl der Krankenkassen "eine Grundvoraussetzung zu einer Effizienzsteigerung".

Niedermoser sieht das anders: Die Kapazität, um Probleme zu lösen, sei auf Landesebene deutlich besser, "denn der große Bremser auf Bundesebene ist immer der Hauptverband". Der Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte in Oberösterreich, Thomas Fiedler, sprach sich ebenfalls für die Beibehaltung des föderalen Prinzips aus. Das Geld der oberösterreichischen Beitragszahler dürfe nicht dazu dienen, den anderen Kassen unter die Arme zu greifen. (APA, 3.6.2016)

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