Prince starb an Opioid-Überdosis

2. Juni 2016, 21:49
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Gerichtsmediziner: Popstar nahm Schmerzmittel Fentanyl

Saint Paul – Der US-Popstar Prince ist an einer versehentlichen Überdosis des starken Schmerzmittels Fentanyl gestorben. Das teilte der zuständige Gerichtsmediziner am Donnerstag auf Twitter mit. Zuvor hatten Medien bereits von einer Überdosis berichtet. Der Sänger habe das Opioid selbst eingenommen, hieß es nun von offizieller Seite.

Die Todesursache wurde in der Mitteilung als Unfall deklariert, auch zuvor waren die Ermittler nicht von einem Suizid ausgegangen. Fentanyl wird als Schmerzmittel etwa für Krebspatienten und bei Narkosen verwendet, findet sich auch auf Schmerzpflastern und gilt als besonders riskant. Die morphiumähnliche Substanz wird auch illegal hergestellt und ist deutlich stärker als Heroin, die Gefahr einer Überdosierung ist daher auch viel größer.

Tod mit 57 Jahren

Prince war am 21. April im Alter von 57 Jahren gestorben. Er hatte sich Berichten zufolge bereits vor Jahren von Drogen und Alkohol losgesagt. Spekulationen, wonach er von Arzneimitteln abhängig war, hatte es aber immer wieder gegeben.

Der Sänger war noch am Tag vor seinem Tod von einem Arzt behandelt worden. Zuvor hatten US-Medien zudem berichtet, dass er sich von einem weiteren, auf Arzneimittelabhängigkeit spezialisierten Arzt hatte behandeln lassen sollen, bevor er in den Paisley Park Studios kollabiert in einem Aufzug entdeckt worden war.

Die US-Drogenbehörde DEA stuft Fentanyl in derselben Kategorie ein wie Ritalin. In dieser Kategorie II sind Substanzen gelistet, die schnell eine hohe Abhängigkeit verursachen können. Der Besitz ohne ärztliches Rezept und der Verkauf sind illegal. (red, APA, dpa, 2.6.2016)

  • Prince bei der Super Bowl 2007.
    foto: ap/chris o'meara

    Prince bei der Super Bowl 2007.

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