Tattoo einer Schauspielerin löst im Iran Feminismusdebatte aus

2. Juni 2016, 11:51
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Taraneh Alidoosti: "Beruhigt euch! Ja, ich bin Feministin"

Teheran – Die bekannte Schauspielerin Taraneh Alidoosti steht wegen eines Tattoos im Mittelpunkt einer Kontroverse über Frauenrechte im Iran. Sie hat sich ein Frauenpower-Zeichen auf ihren Unterarm tätowieren lassen, das aus ihrem Ärmel hervorsah, als sie diese Woche in Teheran eine Pressekonferenz gab.

foto: apa/afp/sadegh chenari
Taraneh Alidoosti mit dem Regisseur Asghar Farhadi und dem Schauspieler Shahab Hosseini bei der Pressekonferenz in Teheran.

Alidoosti saß mit dem Regisseur Asghar Farhadi und dem Schauspieler Shahab Hosseini auf dem Podium, die beide beim Filmfestival von Cannes zuletzt für den Film "The Salesman" ausgezeichnet wurden. In einigen iranischen Medien war daraufhin von gefälschten Fotos die Rede, in anderen wurde Alidoosti vorgeworfen, eine Feministin zu sein – für ultrakonservative Mullahs und ihre Gefolgsleute eine schwere Verfehlung. Auch als Befürworterin von – im Iran verbotenen – Abtreibungen wurde sie gebrandmarkt.

Die 32-Jährige erklärte dazu am Dienstagabend auf Twitter: "Beruhigt euch! Ja, ich bin Feministin." In einem weiteren Tweet fügte sie an: "Eine Feministin ist eine Person, die an die soziale, politische und wirtschaftliche Gleichheit der Geschlechter glaubt." (APA, AFP, 2.6.2016)

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