Zwei Tote bei Schüssen an Universität von Kalifornien

2. Juni 2016, 06:05
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Täter nahm sich offenbar selbst das Leben – Möglicherweise wurde ein Abschiedsbrief gefunden

Los Angeles – Zwei Menschen sind nach Schüssen auf dem Gelände der Universität von Kalifornien umgekommen. Der Schütze habe zunächst einen Mann und anschließend sich selbst erschossen, teilte die Polizei am Mittwoch in Los Angeles mit. Über das Motiv und die genauen Umstände der Tat wurde zunächst nichts bekannt.

Es sei neben einer Schusswaffe ein Schriftstück gefunden worden, das wahrscheinlich ein Abschiedsbrief sei, sagte Polizeichef Charlie Beck. Beck sprach von einem "Mord und Suizid". Es bestehe keine Gefahr auf dem Campus der University of California Los Angeles (UCLA) mehr, weshalb die Beamten begonnen hätten, die Abriegelung des weitläufigen Geländes wieder aufzuheben. "Der Campus ist jetzt sicher", sagte Beck.

Campus geschlossen

Der Campus der Universität, auf dem sich viele Studenten auf ihre Abschlussprüfungen vorbereiteten, war am Vormittag geschlossen worden. Die Polizei hatte alle Menschen aufgefordert, den Campus zu verlassen und sich an sichere Orte zu begeben. Einige hatten sich in den Räumlichkeiten verbarrikadiert.

Die Polizei hatte zahlreiche Kräfte rund um die Universität zusammengezogen. Dazu gehörten ein Kommando zur Bombenentschärfung sowie Mitarbeiter der Bundespolizei FBI. Es gab zwischenzeitlich Befürchtungen, der Täter könnte sich noch leben und sich auf dem Campus aufhalten. Diese hätten sich jedoch nicht bewahrheitet, sagte Beck.

Drei Schüsse

Bei beiden Toten handelte es sich den Angaben zufolge um Männer. Laut dem Polizeichef wurden mindestens drei Schüsse abgefeuert. Die Leichen wurden in einem kleinen Büroraum der Fakultät für Ingenieurswesen gefunden. Bei ihnen lag die Schusswaffe.

An der UCLA, einer der berühmtesten Hochschulen der Welt, gibt es 43.000 Studenten. Der Vorfall wirft ein erneutes Schlaglicht auf die von Schusswaffen ausgehende Gefahr im Alltagsleben in den USA. Allein seit Anfang des Jahres sind in dem Land nach Angaben der Website Gunviolencearchive.org rund 5.450 Menschen durch Schusswaffen getötet worden. (APA, 2.6.2016)

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