Brandlegung in Asylwerberunterkunft

Einserkastl1. Juni 2016, 17:44
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Es war eine Frage der Zeit, bis sich das Stammtischgerede in eine kriminelle Aktion umsetzt

Ein Asylheim in Österreich ist vollständig abgebrannt. Es war Brandstiftung. Also nicht nur irgendetwas angekokelt (das ist schon öfter vorgekommen), sondern komplett abgebrannt. In dem hölzernen Fertigteilhaus des Roten Kreuzes in der oberösterreichischen Gemeinde Altenfelden hätten demnächst 48 Asylwerber einziehen sollen. Dem wollte jemand zuvorkommen.

In Deutschland ist das schon fast Routine, bei uns ein neues Phänomen. Wirklich wundern kann einen das angesichts der immer aufgeheizteren Stimmung in den vergangenen Wochen nicht. Es war eine Frage der Zeit, bis sich das Stammtischgerede in eine kriminelle Aktion umsetzt.

Die Fotos zeigen eine bewaldete, hügelige Gegend im oberen Mühlviertel an der Grenze zu Deutschland und Tschechien. Altenfelden hat rund 2100 Einwohner und ein reiches Vereinsleben: ASKÖ, Goldhauben- und Kopftuchgruppe, Imkerverein, Jagdgesellschaft, Motorradstammtisch, Musikverein, Naturfreunde, Pensionistenverband, Seniorenbund, Sportunion, Union Reit- und Fahrverein, Verschönerungsverein. Es habe Diskussionen über das Heim gegeben, sagte der ÖVP-Bürgermeister, wahrscheinlich auch in den zahlreichen Vereinen.

2015 gab es nach einer Statistik der Grünen 25 mehr oder weniger ernste Vorfälle gegen Asylheime. Die Aufklärungsquote ist sehr gering. Da fühlen sich potenzielle Täter natürlich sicher. (Hans Rauscher, 1.6.2016)

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