OMV bindet Araber langfristig an sich

1. Juni 2016, 16:33
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Die heimische Staatsholding Öbib und die IPIC aus Abu Dhabi haben ihren Syndikatsvertrag neu formuliert und auf unbestimmte Zeit verlängert

Wien – Lange wurde verhandelt, seit Mittwoch ist klar: Die Staatsholding Öbib und der Staatsfonds der Vereinigten Arabischen Emirate IPIC werden auch in Zukunft eng zusammenarbeiten.

Die beiden OMV-Kernaktionäre haben ihren Syndikationsvertrag verlängert. "Wir haben den Vertrag an geänderte rechtliche Verhältnisse angepasst, ihn modernisiert", sagte Öbib-Chefin Martha Oberndorfer. Der neue Deal laufe auf unbestimmte Zeit.

Verschiegenheit

Aufgrund alter Klauseln seien für das heurige Jahr Änderungen angestanden, so Oberndorfer, die mit dem Verweis auf Verschwiegenheitspflichten nichts zu konkreten Inhalten des Vertragswerks sagen wollte. Wie berichtet, drängten die Araber aber seit längerem auf mehr Mitsprache bei der Ausrichtung des Unternehmens.

Der OMV-Vorstand habe nun "die volle Unterstützung bei der Implementierung der neuen Strategie", sagte IPIC-Chef Suhail Mohamed Al Mazrouei. Gemeinsam halten die beiden Partner 56 Prozent am größten heimischen börsennotierten Unternehmen.

Übernahmekommission sagt Ja

31,5 Prozent entfallen auf die Öbib, 24,9 Prozent auf die IPIC, die ihren Sitz in Abu Dhabi hat. Wie Oberndorfer berichtete, hat vor wenigen Tagen auch die Übernahmekommission ihren Segen zum adaptierten Vertrag gegeben.

Bereits im März hatte die OMV angekündigt, ihre Aktivitäten in Abu Dhabi auszubauen. Mit der nationalen Ölgesellschaft Adnoc sowie der US-Ölgesellschaft Occidental wurde ein technisches Abkommen zur Felduntersuchung unterzeichnet. Es geht um bisher unerschlossene Öl- und Gasfelder vor der Küste der Emirate. (APA, red 1.6.2016)

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