Auszeichnung für Entwickler der "anspruchsvollsten Prothesen der Welt"

1. Juni 2016, 14:26
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US-Biophysiker Hugh Herr erhält den Prinzessin-von-Asturien-Preis

Oviedo – Der US-Biophysiker Hugh Herr erhält den angesehenen spanischen Prinzessin-von-Asturien-Preis in der Sparte Forschung und Technik. Der beidseitig beinamputierte Wissenschafter des Massachusetts Institute of Technology (MIT) sei "auf dem Feld der Bionik und Biomechanik weltweit führend", erklärte die Jury bei der Bekanntgabe des Siegers am Mittwoch in Oviedo in Nordspanien.

Der 51-Jährige habe "die anspruchsvollsten Prothesen der Welt entwickelt", hieß es. Der passionierte Kletterer Herr verlor im Alter von 17 Jahren durch einen tragischen Unfall bei einer Expedition zum Mount Washington im US-Staat New Hampshire beide Beine unterhalb des Knies. Seine bewegende Lebensgeschichte wurde unter anderem 2002 in einem Fernseh-Film ("Ascent: The Story of Hugh Herr") erzählt. Neben vielen anderen Auszeichnungen wurde Herr 2011 vom US-Magazin "Time" zum "Führer des bionischen Zeitalters" ernannt.

Der Prinzessin-von-Asturien-Preis gilt als "spanischer Nobelpreis". Er wird alljährlich in acht Sparten vergeben und ist mit jeweils 50 000 Euro dotiert. Jeder Gewinner erhält auch eine Skulptur von Joan Miro. Dieses Jahr wurden vor Herr die spanische Schauspielerin Nuria Espert (Künste), US-Fotograf James Nachtwey (Kommunikation und Geisteswissenschaften) sowie die englische Althistorikerin Mary Beard (Sozialwissenschaften) als Sieger bekanntgegeben. (APA, 1. 6. 2016)

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