Unabhängiger Kandidat soll Trump stoppen

1. Juni 2016, 15:03
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Bill Kristol, Herausgeber des konservativen "Weekly Standard", präsentiert einen bisher kaum bekannten Irak-Veteranen

Donald Trump wird am 8. November für das Amt des US-Präsidenten kandidieren. Es ist allerdings gut möglich, dass neben seinem beim Parteitag der Demokraten Ende Juli zu bestimmenden Herausforderer auch ein unabhängiger Kandidat gegen den rabiaten Immobilienmilliardär antritt.

Der konservative Publizist Bill Kristol nährte solche Spekulationen, indem er am Wochenende einen "beeindruckenden" unabhängigen Kandidaten "mit einem starken Team" ankündigte.

Trump reagierte empört auf Kristols Ankündigung: Er bezeichnete den "Weekly Standard"-Herausgeber als Narren und warnte, dass die Kandidatur eines Unabhängigen unweigerlich zu einem Wahlsieg Hillary Clintons und in der Folge zu einer Mehrheit für die Demokraten im US-Höchstgericht führe.

Dass George W. Bushs ehemalige Außenministerin Condoleezza Rice, die derzeit an der Stanford-Universität in Kalifornien lehrt, kürzlich in einem Washingtoner Nobelrestaurant gesichtet wurde, gab den Spekulationen zusätzliche Nahrung. Die Ex-Diplomatin hatte allerdings Anfang Mai erklärt, keine Kandidatur anzustreben.

Am Dienstag präsentierte Kristol dann seinen Wunschkandidaten: Rechtsanwalt und Irak-Veteran David French soll Trumps Aufstieg stoppen. Der bisher weitgehend unbekannte Autor militärstrategischer Bücher hat sich laut Bloomberg einer Kandidatur nicht abgeneigt gezeigt, aber bisher auch nicht zugesagt, dass er antreten wird. (red, 1.6.2016)

  • Ist Donald Trump noch zu stoppen?
    foto: ap/richard drew

    Ist Donald Trump noch zu stoppen?

  • Condoleezza Rice will nicht Präsidentin werden, sondern bleibt lieber in Kalifornien.
    foto: reuters/michael fiala

    Condoleezza Rice will nicht Präsidentin werden, sondern bleibt lieber in Kalifornien.

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