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Handy, bitte übernehmen

1. Juni 2016, 14:42

Mobile Geräte übernehmen Bedienung und Wartung. Ein Expertenkommentar von Christian Wenner, Leitung Business Development, Kapsch BusinessCom.

Industrieanlagen bedienen, komplizierte Geräte warten, Funktionen, die im Inneren einer Maschine unsichtbar verborgen liegen, überprüfen – mit Digitalisierung geht in solchen Fällen die Tendenz weg von klassischen Handbüchern und Bedienungsanleitungen hin zum Einsatz von Smartphones, Tablets und Datenbrillen.

Diese liefern dem Mitarbeiter genau die Information, die er in dem Moment braucht. Solche mobilen, digitalen Assistenzsysteme wissen, wo der Mitarbeiter steht und welcher Fehler-Code den Störfall bei welchem Gerät verursacht. Beim Einsatz einer Datenbrille hat der Arbeiter noch zusätzlich im Vergleich zu Tablet und Smartphone beide Hände frei zum Arbeiten.

Komplexe Produktions- und Serviceumgebungen

Digitale Information wird bildlich als Zusatzinformation zur realen Welt angezeigt. Streikt etwa eine Maschine, sieht der Servicetechniker mittels Datenbrille Schritt für Schritt was zu tun ist. Vieles spricht für einen Einsatz digitaler Assistenzsysteme in zunehmend komplexer werdenden Produktions- oder Wartungsumgebungen. Verwandelt man Daten in relevante Informationen und stellt diese zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort und über das entsprechende Endgerät zur Verfügung, werden Time-to-Fix reduziert und Fehler minimiert.

Das Wissen ins System zu bringen ist möglicherweise eine Herausforderung, das Expertenwissen der Mitarbeiter in Datenbanken global verfügbar zu machen, allerdings eine große Chance für das Unternehmen. Durch Remote Support Lösungen müssen Fachkräfte zu Reparaturarbeiten nicht mehr vor Ort anwesend sein, wodurch die Reisekosten erheblich gesenkt werden. Mitarbeiter können direkt "on-the-Job" angelernt werden und sind dadurch schneller einsatzbereit.

Mensch und Technik als sinnvolle Einheit

Digitale Assistenzsysteme sollen den Menschen nicht bevormunden. Weiß der Mitarbeiter etwas besser als das System, muss er Anweisungen auch überspringen können. Durch Bild- oder Sprachaufzeichnung werden sofort Erfahrungen und Kommentare des Anwenders dokumentiert, die bei vergleichbaren Einsätzen unterstützen.

Demnach ersetzen digitale Assistenzsysteme keineswegs das Know-how des Mitarbeiters, sondern unterstützen ihn in seiner Arbeit. Effizienz und Produktivität sind kritische Erfolgsfaktoren für jedes Unternehmen. Damit diese auch zum Tragen kommen, muss der Einsatz der Assistenzsysteme individuell geplant und an die genauen Anforderungen des Unternehmens und der Mitarbeiter angepasst werden – der Miteinbezug dieser in die Konzeptionierung ist unerlässlich.

  • Christian Wenner, Leitung Business Development bei Kapsch BusinessCom
    foto: economy

    Christian Wenner, Leitung Business Development bei Kapsch BusinessCom

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