Ein Roboterwurm für den Katastrophenfall

1. Juni 2016, 17:17
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Von Slackline-Spannsystem bis Pflegebett reichten die Projekte beim Schülerwettbewerb Jugend Innovativ

Wien – Aufgrund eines Unfalls musste der Schüler Josef Rampitsch einige Wochen in einem Krankenbett verbringen. Wohl auch wegen seines schulischen Hintergrunds – er besucht die HTL Wolfsberg – wurde er in dieser Zeit auf die technischen Mängel von Pflegebetten aufmerksam. Zurück in der Schule gründete er mit seinen Klassenkollegen Petra Proprenter und Lukas Rieger ein Projektteam mit dem Ziel, ein neuartiges Pflegebett zu designen. Das Ergebnis wurde vergangenen Mittwoch bei der 29. Auflage des Schülererfinderwettbewerbs Jugend Innovativ in der Aula der Wissenschaften in Wien prämiert.

Von insgesamt 550 eingereichten Projekten von 1750 teilnehmenden Schülern wurden Projekte aus Niederösterreich, Kärnten, Oberösterreich, Vorarlberg und Wien in sechs Kategorien ausgezeichnet. Die Gewinner erhielten Geldpreise in der Höhe von insgesamt 33.000 Euro, zudem werden die Teams zu Innovations- und Wissenschaftswettbewerben in Europa und den USA entsendet. Finanziert wird der Wettbewerb von Wissenschafts- und Bildungsministerium, abgewickelt vom Austria Wirtschaftsservice (aws).

Das Pflegebett "CareBed – CareGood" ging als Sieger in der Kategorie Design hervor. Alle Matratzenteile lassen sich dabei einzeln auswechseln, ohne dass die bettlägerigen Personen aufgehoben werden müssen.

In der Science-Rubrik ging der erste Preis an die HTL Ettenreichgasse in Wien-Favoriten. Im "Project Worm – Technik, von der Natur inspiriert!" haben sich fünf Schüler bei der Konstruktion ihres Roboters für den Katastropheneinsatz an den Fähigkeiten von Regenwürmern orientiert.

Der erste Preis in der Engineering-Kategorie ging an die HTBLuVA Waidhofen an der Ybbs für ein automatisches Slackline-Spannsystem. Weiters wurden Teams der BHAK/BHAS St. Pölten, der HTL Braunau und der HTL Dornbirn ausgezeichnet. (APA, red, 1.6.2016)

  • Roboter "Project Worm" bewegt sich wie ein Wurm: Er besteht aus mehreren Ringen, die er zusammenziehen und auseinanderdehnen kann.
    foto: aws, cardamon / peter racuhecker

    Roboter "Project Worm" bewegt sich wie ein Wurm: Er besteht aus mehreren Ringen, die er zusammenziehen und auseinanderdehnen kann.

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