"Heute" setzt künftig auf "Digital First"

31. Mai 2016, 12:52
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Eva Dichand: "Es wird niemanden wundern, wenn wir mehr und mehr digital machen" – Herausgeberin dementiert radikale Reduzierung bei Printausgabe

Wien – Nach einem mehrmonatigen Studienaufenthalt in den USA lässt "Heute"-Eigentümerin und Herausgeberin Eva Dichand nun erste Erkenntnisse in ihr Medienunternehmen einfließen. Digital First und weniger Fokus auf Print lautet künftig offenbar die Devise des Wiener Gratiszeitungsverlags, wie nach APA-Informationen am Montag bei einer "Heute"-internen Mitarbeitersitzung verkündet wurde.

"Ich nehme an, es wird niemanden verwundern, wenn wir mehr und mehr digital machen", erklärte Eva Dichand dazu am Dienstag auf APA-Anfrage. "Geplant sind auf Bundesländer spezialisierte Sonder-Channels sowie der Aufbau einer umfassenden Wien-Page. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, auch im Digitalbereich in Wien mit Heute.at Marktführer zu werden", so Dichand, die diese Woche wieder einmal Zwischenstation in Österreich macht.

"Weiters werden wir unseren zukünftigen Fokus auf den Ausbau unserer technischen Trägerplattform setzen – neues Content-Management-System mit Digital First und neues Asset Management System. Die Zukunft heißt Technologievorsprung und Datenmanagement und Vermarktung", berichtete die "Heute"-Chefin, die noch bis nach dem Sommer in den USA bleiben und an der Universität in Stanford einen Media-Lehrgang machen wird. Zwecks Weiterentwicklung der neuen Digital-Strategie sucht "Heute" derzeit auch nach einem Chief Technical Officer (CTO).

Dass es im Zuge der Digital First-Strategie, wie "Heute"-intern kolportiert, zu einer radikalen Reduzierung bzw. zu Kürzungen bei der Printausgabe kommt, dementierte Dichand: "Wir bleiben bei der gleichen Auflagenzahl. Hier wird es keine Reduktion geben. Gewisse Seiten wie Wetter/Rätsel werden zusammengelegt. Sonst bleibt alles gleich." (APA, 31.5.2016)

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