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Die beste Karriereplanung: Offen sein für Alternativen

11. Juni 2016, 00:00

Karriereplanung ist sehr individuell. Vor allem ist es auch nicht ganz einfach, tatsächlich seinen Traumjob zu bekommen.

Es gibt unzählige Möglichkeiten für eine berufliche Laufbahn. Und immer seltener sind ein einschlägiges Studium oder vielleicht der bekannte Name einer Ausbildungsstätte ausschlaggebend dafür, ob man seinen Traumjob bekommt oder nicht. Vielmehr gilt es, sich alle Türen offen zu halten und interdisziplinär alle seine Talente zu pflegen. Mark Frost, Geschäftsführer (MD) bei Hays Österreich GmbH, erklärt im Gespräch, warum das so ist.

Herr Frost, wie sollte man an seine Karriereplanung herangehen. Wie plant man Karriere richtig?

Karriereplanung ist sehr individuell. Es ist immer wichtig, sich zu fragen, was man will. Und wer gerne mit Menschen zu tun hat, der sollte sich auch ein berufliches Umfeld suchen, in dem Kontakt zu Menschen möglich ist. Ich sehe das in der Personaldienstleistung immer wieder – es geht nicht immer darum, studiert zu haben. Viel wichtiger ist es, seine Karriere entsprechend seinen Talenten zu planen. Sehr viele Unternehmen, gerade auch in unserem Umfeld, bieten die Möglichkeit für Internships an. Das ist vor allem für Studierende in der Orientierungsphase eine wunderbare Gelegenheit, ein Unternehmen kennenzulernen.

Es wird auch immer Jobs geben, die man nur bekommt, wenn man schon sehr früh mit seiner Karriereplanung begonnen hat. Letztlich zählt aus meiner Sicht bei einem Bewerbungsgespräch vor allem das Charisma der Person und ob dieser Mensch tatsächlich Lust auf das jeweilige Arbeitsumfeld hat oder nicht. Bunte Profile sind gefragt. Und Arbeitgeber sind gut beraten, wenn sie sich nicht nur auf eine bestimmte Zielgruppe festlegen.

Bedeutet das umgekehrt, dass man gar nicht mehr studieren muss heutzutage, weil ein Studium ohnehin keine Garantie für den Traumjob ist?

Viele Aufgaben, die heute für einige Menschen als absoluter Traumjob gelten, wird es in Zukunft vielleicht gar nicht mehr in dieser Form geben. Deshalb ist meine Empfehlung für junge Menschen, sich alle Türen möglichst weit offen zu halten – zu versuchen, in der Schule gut zu sein, und wenn man die Fähigkeiten für ein Studium hat, dann eben auch zu studieren. Es ist wichtig, sich schon früh Gedanken darüber zu machen, in welche Richtung man seinen Weg gehen möchte. Und es ist immer gut, wenn man sich auch Alternativen überlegt.

Die Arbeitsmarktpolitik verspricht, dass man rascher einen Job findet, wenn man eine gute Ausbildung hat. Was tun, wenn sich nicht gleich der Traumjob anbietet?

Wenn es in bestimmten Bereichen nur begrenzte Jobangebote gibt, dann sollte man sich auch über alternative Aufgaben Gedanken machen. Und wenn jemand aus dem Jobmarkt herausfällt, muss sie oder er aktiv werden, um wieder hineinzukommen. Alles ist besser, als daheimzusitzen und mit Nichtstun auf ein Jobangebot zu warten. Es ist in diesen Tagen nicht mehr ganz so einfach, tatsächlich seinen Traumjob zu bekommen.

Was sollten Unternehmen über diese möglichst frühe Talentsuche hinaus tun, um die besten MitarbeiterInnen zu bekommen?

Sie sollten versuchen, ein "Top Arbeitgeber" zu werden. Gute MitarbeiterInnen bindet man am besten über ihre Persönlichkeit an ein Unternehmen, nicht alleine über die Rahmenbedingungen. Und aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass man vielleicht zu einem Unternehmen wechselt, weil das Geld lockt. Aber man bleibt in einem Unternehmen, wenn das Umfeld passt.

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  • Mark Frostist seit 2000 bei Hays tätig – seit März 2007 als Geschäftsführer der Hays Österreich GmbH Personnel Services. www.hays.at
    foto: hays

    Mark Frost
    ist seit 2000 bei Hays tätig – seit März 2007 als Geschäftsführer der Hays Österreich GmbH Personnel Services.
    www.hays.at

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