Grazer Schauspielhaus: Fest für Dramaqueens und Dramakings

30. Mai 2016, 15:31
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Das Grazer Schauspielhaus lädt zum Festival der DramatikerInnen und bleibt bei seinem aktuellen Leitthema – den Grenzgängen. Theater, Workshops, Lesungen und Diskurs

Graz – Das Grazer Schauspielhaus öffnet all seine Tore und Bühnen vier Tage lang, um jene zu feiern, die fürs Theater schreiben. Das Dramatiker*Innenfestival Graz zeigt in dieser Zeit in Kooperation mit dem Drama-Forum von Unit internationale Gastspiele, Workshops, Arbeitsateliers, performative Installationen, szenische Lesungen und jede Menge Diskussionsveranstaltungen.

Eröffnet wird am 2. Juni im Salon 1 mit einem Vortrag von Marlene Streeruwitz. Inhaltlich werden sich die gezeigten Produktionen an den beiden Leitthemen Grenzgänge und Interpretationssache entlangbewegen. Grenzen und deren Überschreitungen tauchen derzeit auch sonst in vielfachen Formen auf dem Spielplan des Schauspielhauses auf. Während des Festivals will man vor allem auch, aber nicht nur jüngere Autorinnen zu Wort kommen lassen.

Am 3. Juni werden etwa Thomas Arzt, Gerhild Steinbuch, Ferdinand Schmalz und Miroslava Svolikova über junge österreichische Gegenwartsdramatik reden. Neben Produktionen, die bereits am Haus laufen, wie Frequenzen von Clemens Setz oder Dosenfleisch von Ferdinand Schmalz, gibt es auch vielversprechende Gastspiele. Am 4. hat die kollektive Performance von Jan-Christoph Gockel mit Schauspielern aus Deutschland, Belgien, dem Kongo und Haiti Premiere: In Coltan-Fieber / La fièvre du coltan werden unter anderem Zwangsarbeit und die Rekrutierung von Kindersoldaten thematisiert.

Nicht versäumen: Am 2. und 4. Juni präsentieren junge Schreibende aus Afghanistan, Österreich und Syrien ihre mit Mudar Alhaggi und Erik Altorfer in einer gemeinsamen Schreibwerkstatt entstandenen Texte unter dem Titel Our Stories. (Colette M. Schmidt, 30.5.2016)

Dramatiker*Innenfestival, Schauspielhaus Graz, 2. 6. bis 5. 6.

Link

www.dramaforum.at

  • Eine Szene aus "Coltan-Fieber", einer kollektiven Performance, die Regisseur Jan-Christoph Gockel mit einem internationalen Ensemble erarbeitet hat.
    foto: nicholas meisel

    Eine Szene aus "Coltan-Fieber", einer kollektiven Performance, die Regisseur Jan-Christoph Gockel mit einem internationalen Ensemble erarbeitet hat.

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