EU-Kommission begrüßt Räumung von Idomeni

30. Mai 2016, 15:04
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Sprecher: Jedes Lager besser als "Schande von Idomeni"

Brüssel – Die Räumung des improvisierten Flüchtlingslagers von Idomeni war aus Sicht der EU-Kommission ein richtiger Schritt. Jede Aufnahmeeinrichtung sei besser als "die Schande von Idomeni", sagte ein Sprecher am Montag. Die Flüchtlinge seien in Einrichtungen nahe der Stadt Thessaloniki gebracht worden, die von der EU finanziert würden. Dort seien Behörden und Nichtregierungsorganisationen gemeinsam aktiv.

Vergangene Woche hatte die griechische Polizei das Zeltlager an der Grenze zu Mazedonien geräumt. Rund 8.500 Menschen mussten Zelte und Unterkünfte verlassen. Nach Berichten griechischer Medien wurde nur ein Teil der Bewohner in staatliche Einrichtungen gebracht. Nur wenige Kilometer vom nordgriechischen Grenzort Idomeni sind in den vergangenen Tagen zahlreiche kleinere, aber ebenso inoffizielle Lager entstanden.

Millionen Flüchtlinge in der Türkei

In der Türkei hofften indes drei Millionen Menschen auf die Weiterreise nach Europa, sagte EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos am Montag bei einem Besuch in Athen. Die Vereinten Nationen haben aktuell gut 2,7 Millionen Schutzsuchende in der Türkei registriert.

Im Gespräch mit dem griechischen Staatspräsidenten Prokopis Pavlopoulos betonte Avramopoulos griechischen Medienberichten zufolge, die weitere Entwicklung der Flüchtlingskrise hänge sehr stark vom Gelingen des Flüchtlingspakts der EU mit der Türkei ab. Nicht zuletzt gehe es auch um den Zusammenhalt der EU, ergänzte Pavlopoulos.

Seit dem Inkrafttreten der EU-Türkei-Pakts am 22. März ist die Zahl der in Griechenland ankommenden Flüchtlinge stark zurückgegangen. Von Sonntag auf Montag erreichten nach Angaben des griechischen Stabs für die Flüchtlingskrise 100 Menschen die griechischen Inseln. Im Jänner und Februar waren es bis zu 3.000 Neuankünfte täglich gewesen. (APA, dpa, 30.5.2016)

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