Tiroler soll als Exhibitionist in Bayern sein Unwesen getrieben haben

30. Mai 2016, 14:54
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54-Jähriger räumte bei Vernehmung laut Polizei bis zu 40 Taten ein

Rosenheim/Innsbruck – Ein Tiroler soll als Exhibitionist in Bayern sein Unwesen getrieben haben. Der 54-Jährige wurde am Sonntag festgenommen, berichtete das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Montag. Bei seiner Vernehmung habe der Mann bis zu 40 Taten seit dem Sommer 2014 zugegeben.

Der Tiroler soll seit Anfang Juli 2015 vor allem am Spitzingsee und am Schliersee wiederholt vor Frauen, Jugendlichen und Kindern sexuelle Handlungen an sich vorgenommen haben. Da er sich nach den Taten aber schnell aus dem Staub gemacht habe, blieben sofort eingeleitete Fahndungen bisher erfolglos, so die Polizei. Fallweise sei er bis zu zweimal pro Tag in Erscheinung getreten.

Am Sonntag klickten für den Mann jedoch die Handschellen: Fahnder beobachteten den 54-Jährigen dabei, wie er in der Nähe des Strandbades in Schliersee auf einer öffentlichen Wiese an drei Mädchen herangetreten war. Als er danach sein Mountainbike in seinen Wagen laden wollte, nahmen ihn die Beatmen fest. Auch am Sonntag soll es zu drei Vorfällen gekommen sein, hieß es.

15 polizeiliche Anzeigen

Insgesamt wurden 15 Fälle bei der Polizei angezeigt. Doch bei der Vernehmung habe der 54-Jährige weitaus mehr Taten eingeräumt, nämlich bis zu 40. Auch in Österreich sei er als Exhibitionist in Erscheinung getreten.

Zum Schliersee beziehungsweise zum Spitzingsee sei er immer mit seinem Wagen angereist. Dann sei er mit seinem Fahrrad zwischen den Tatorten hin und her gependelt. Wie er bei seiner Befragung zugab, wechselte er dabei auch häufiger die Bekleidung.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft "München II" wird der 54-Jährige am Montag dem Ermittlungsrichter vorgeführt, so die Polizei. Gegen ihn wird wegen verschiedener Sexualdelikte ermittelt. Sofern es sich um exhibitionistische Handlungen vor Kindern handelt, könne für die Tat eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren verhängt werden. Die Kripo Miesbach bat zudem etwaige Opfer, sich zu melden. (APA, 30.5.2016)

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