Regen verhindert kompletten Spieltag

30. Mai 2016, 14:34
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Erstmals seit 16 Jahren – Thiem und Co. erst am Dienstag – Vorhersage nicht gut

Paris – Erstmals seit dem Jahr 2000 ist bei den French Open ein gesamter Spieltag buchstäblich ins Wasser gefallen. Die Organisatoren entschieden sich am Montag nach fast dreistündigem Zuwarten ungewöhnlich früh für ein Streichen des Programms. "Wir haben einfach in den Vorhersagen kein Wetter-Fenster gesehen, das lange genug geöffnet wäre", hieß es aus dem Turnierbüro.

Auch am 30. Mai 2000, also exakt vor 16 Jahren, musste ein gesamter Spieltag gestrichen werden. Und vor einer Woche hatte das Turnier ebenfalls mit langen Regenunterbrechungen begonnen. Damit musste sich u.a. auch Dominic Thiem, der am Montag sein erstes French-Open-Achtelfinale gegen Marcel Granollers (ESP) hätte bestreiten sollen, gedulden.

Rhythmus gebrochen

Der übliche Rhythmus mit einem Tag Match und einem Tag Pause wird nun wohl gebrochen werden. Der Sieger dieser Partie könnte am Mittwoch gleich wieder im Viertelfinale spielen – wenn es das Wetter zulässt. Denn die Vorhersagen sind auch für die kommenden Tage alles andere als freundlich. Grundsätzlich trifft diese Absage die Veranstalter freilich weniger hart, als wäre es in der ersten Woche mit noch viel dichterem Programm gewesen.

Die alten Forderungen nach einem Dach kamen freilich erneut hoch. Obwohl erste große Baumaßnahmen auf der Anlage von Roland Garros sichtbar sind: Bis zum Center-Court-Dach dauert es noch bis zumindest 2020.

Im Gegensatz zu den Australian Open (bereits drei überdachbare Courts), Wimbledon (Center Court und bald auch Court 1) sowie den US Open (Arthur Ashe Stadium ab diesem Jahr) wird man sich an der Porte d'Auteuil im Westen von Paris noch lange gedulden müssen.

Schon vor einer Woche hatte Guy Forget Spieler, Fans und Medien vertrösten müssen. "Wenn man Tage wie diesen durchleben muss, realisiert man die Wichtigkeit, ein Dach über dem Court zu haben", sagte der neue Turnierdirektor des größten Sandplatz-Turniers der Welt. "Das Dach wird das letzte Stück des Puzzles", sagte Forget und erklärte auch, warum man dieses nicht vorziehen kann. "Weil, um das Dach zu konstruieren, muss man die Struktur des ganzen Stadions ändern. Die großen Säulen, die das Dach halten werden, müssen rund zehn Meter tief in die Erde gebracht werden." (APA, 30.5.2016)

  • Rien ne va plus. Zumindest am Montag.
    foto: reuters/rossignol

    Rien ne va plus. Zumindest am Montag.

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