Asus stellt Macbook-Air-Konkurrenten Zenbook 3 vor

30. Mai 2016, 14:14
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Auch neue Zenfone-Smartphones und Convertible Transformer 3 mit externer VR-Grafikkarte vorgestellt

Mit einem Aufgebot an neuen Laptops, 2-in-1-Geräten, Smartphones und einem Haushaltsroboter hat Asus seinen Auftakt zur Computex 2016 begonnen. Dabei hat der Hersteller sich am "Zenvolution"-Event gleich zwei namhafte Konkurrenten zum Vergleich herangezogen, die er mit seinen eigenen Produkten überbieten möchte: Apple und Microsoft.

Zenbook vs. Macbook Air

In den Ring wirft Asus etwa das Zenbook 3, das als das bessere Macbook Air angepriesen wird. Dabei geht der taiwanische Elektronikhersteller bisweilen in die zweite Kommastelle, um die Überlegenheit in allen Punkten auszuführen. Beispiel gefällig? Der Laptop ist 1,07 Mal schneller, als das Apple-Gerät, soll also – anders formuliert – um sieben Prozent mehr Rechenpower bieten. Gleichzeitig ist es mit bei einer Gehäusedicke von 11,8 Millimeter und 910 Gramm Gewicht um zehn Gramm leichter.

Das ganz in Metall gepackte Gerät lässt sich mit Core-i5 und Core-i7-CPUs von Intel, bis zu 16 GB RAM und 1 TB SSD-Speicher bestücken. Gekühlt wird die Hardware von einem drei Millimeter dünnen Lüfter, der stets flüsterleise bleiben soll. Der 12,5-Zoll-Bildschirm mit einer noch nicht genannten Auflösung deckt 82 Prozent der Gehäusefront ab und soll einen enorm breiten Farbraum beherrschen. Vier Harman/Kardon-Lautsprecher sollen für gute Akustik bürgen.

foto: derstandard.at/pichler

Anschlussdürre

Die Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung erstreckt sich fast über die volle Gehäusebreite, die Tasten sollen so groß sein, wie auf den meisten Desktop-Keyboards. Hohe Präzision verspricht Asus auch für das glasversiegelte Touchpad, in welches auch ein mit "Windows Hello" kompatibler Fingerabdruckleser eingefasst ist.

Bei den Anschlüssen gibt sich Asus, ähnlich wie Apple, sparsam. Das Notebook wartet mit einem einzelnen USB 3.1-Port (Typ C) auf. Optional kann allerdings mit einem Dock um HDMI, RJ45-Ethernet, USB 3.0 (Typ B) und andere Anschlüssel aufgerüstet werden.

Akku mit Quickcharge

Dank Quickcharge-fähigem Akku soll sich das neue Zenbook 3 als mobiles Arbeitstier hervortun. Der Energiespeicher, dessen Kapazität mit 40 Wh angegeben wird, lässt sich binnen 49 Minuten auf 60 Prozent aufladen. Eine volle Akkuladung soll bis zu neun Stunden Nutzung ermöglichen.

Erhältlich wird das Zenbook 3 je nach Konfiguration für Preise zwischen 999 und 1.999 Dollar. Ein konkreter Erscheinungstermin fehlt noch.

Transformer Book 3 Pro

Flexibler nutzen lässt sich das Transformer Book 3 Pro. Auch hierfür hat sich Asus ein zu übertrumpfendes Vorbild gefunden: Das Microsoft Surface Pro 4. Die Vorbildwirkung ist ob des Designs dann auch recht offensichtlich.

Die Tableteinheit des Convertibles sieht dem Original aus Redmond zum Verwechseln ähnlich, hat einen ausklappbaren, stufenlosen Kickstand und einen – jedoch nicht umlaufenden – Lüftungsschlitz. Anstelle einer per Magnetlippe leicht schräg gestellten Tastatur kommt allerdings eine rigidere Kunststoffkonstruktion zum Einsatz. Der Bildschirm erreicht bei einer Diagonale von 12,6 Zoll eine Auflösung von 2.880 x 1.920 Pixel. Stifteingabe wird über den Asus Pen unterstützt.

foto: derstandard.at/pichler

Mit GPU-Dock zum VR-Computer

In Maximalausstattung bringt das Gerät einen mobilen Core-i7-Prozessor, 16 GB RAM, eine 1-TB-SSD sowie einen kombinierten USB-C 3.1 und Thunderbolt 3-Anschluss mit. Wer mehr möchte, muss auch hier zum Dock greifen. Auch ein "Audio Pod" lässt sich anschließen, ein externer Harman/Kardon-Lautsprecher mit Quad-Surround. Die rückseitige Kamera schießt Fotos mit einer Auflösung von 13 MP.

Wann das Convertible in den Handel starten soll, hat Asus noch offen gelassen. Der Preis wird mit "ab 1.000 Dollar" beziffert. Einen Kurzauftritt gab es hier auch für eine interessante, allerdings eher klobig wirkende Erweiterung in Form der "ROG XG Station 2". Dabei handelt es sich um eine extern anschließbare Grafikkarte vom typ Geforce GTX 1080. Diese beschert dem Convertible dabei nicht nur Performance auf "Desktop-Niveau", sondern soll es auch VR-tauglich machen. Über Preis und Verfügbarkeit schweigt man sich noch aus.

Transformer 3 und Mini

Günstiger als die Pro-Version ist das "normale" Transformer Book 3, das maximal mit 512 GB SSD-Speicher konfiguriert werden kann und beim Kickstand auf zwei verschiedene Stellpositionen reduziert ist. Hierfür werden, bei ebenfalls unbekanntem Termin, 799 Dollar verlangt.

Wiederum stufenlos verstellbar soll der Stellmechanismus des Transformer 3 Mini sein, das dank 10,1-Zoll-Display wesentlich kompakter sein soll. Genauere Angaben zur Hardware, zum Preis oder dem Marktstart gibt es hier noch nicht. Alle vorgestellten Laptops und Convertibles laufen übrigens mit Windows 10.

foto: derstandard.at/pichler

Neue Zenfones

Die Messlatte hoch will Asus auch mit neuen Smartphones legen. In drei Varianten legt der Hersteller seine "Zenfones" mit Android neu auf: Zenfone 3, Zenfone 3 Deluxe und Zenfone 3 Ultra. Highend-Hardware und das hehre Versprechen von "Profi-Fotografie" (DSLR-Besitzer dürfen hier einmal kurz um Luft ringen) gaben bei der Präsentation den Ton an. Vorgestellt wurden die Handys von Chefdesignerin Jen Chuang.

Frontrunner ist das Zenfone 3 Deluxe. Es ist komplett in Metall eingepackt. Das Super-AMOLED-Panel bietet eine üppige Displaydiagonale von 5,7 Zoll bei 1.920 x 1.080 Pixel. Dank griffiger Rückseite und schmalen Rändern soll sich das Telefon komfortabel halten lassen.

Im Inneren findet sich mit dem Qualcomm Snapdragon 820 jene Plattform, die auch bei praktisch allen anderen Smartphone-Flaggschiffen des heurigen Jahres den Takt angibt. Üppig ist allerdings die RAM-Ausstattung von maximal sechs GB. Der maximale Onboard-Speicher beträgt je nach Modell bis zu 256 GB. Es kann per microSD-Karte aufgestockt werden, dafür muss allerdings der zweite SIM-Slot belegt werden. Der 3.000-mAh-Akku ist Quickcharge-fähig. Auch ein Fingerabdruckscanner ist an Bord. Für verkabelte Anbindung und Aufladen dient ein USB 3.0-Port (Type C).

Umfangreiche Kamera-Ausstattung

Den Fokus hat man jedoch klar auf die Kamera gelegt. 23 Megapixel liefert das integrierte Modul (Sony IMX 318), das durch allerlei Zusätze für schöne und scharfe Bilder sorgen soll und bei der Präsentation mit dem iPhone 6s gemessen wurde. Ein zusätzlicher Sensor soll die Farbechtheit verbessern, das Gerät unterstützt drei Modi für den Autofokus, der in 0,03 Sekunden scharfstellen kann und sowohl elektronische und vierachsige optische Bildstabilisierung sollen Verwackelungen den Gar aus machen. Erhöhte Lichtempfindlichkeit verspricht außerdem bessere Aufnahmen zu abendlicher Stunde.

Softwareseitig hilft man auch nach. Die "Pixelmaster 3.0"-Kamera-App bessert Farben und Kontraste nach. Videoaufnahme ist in 4K-Auflösung möglich.

Als Betriebssystem kommt Android 6.0.1 "Marshmallow" mit Asus' eigener ZenUI 3.0-Oberfläche zum Einsatz. Diese ist grafisch teils deutlich angepasst, behält aber die Bedienlogik von "Vanilla Android" nebst Elemente wie den Appdrawer bei. Abseits der Kamera-App gibt es auch einige andere Apps des Herstellers, die als Ersatz für die "originalen" Programme dienen.

Sein neues Vorzeigegerät will Asus ab 499 Dollar anbieten. Es gibt – und das gilt auch für die beiden anderen Varianten – noch kein Erscheinungsdatum.

foto: derstandard.at/pichler

Zenfone 3 / Ultra

Das "normale" Zenfone 3 speckt bei der Ausstattung etwas ab. Die rückseitige Kamera liefert hier 16 Megapixel. Als Recheneinheit fungiert der Mittelklasse-Chip Snapdragon 625, der mit vier GB RAM zusammenarbeitet. Anstelle eines AMOLED-Bildschirms setzt Asus hier auf ein Super-IPS-Panel, das mit 5,5 Zoll (1.920 x 1.080 Pixel)auch etwas kleiner ausfällt und sich leicht über die Seiten wölbt ("2,5D"). Preispunkt: ab 249 Dollar.

Wer es lieber ganz groß hat, kann künftig zum Zenfone 3 Ultra greifen. Hier liegt man mit einem 6,8-Zoll-Bildschirm (1.920 x 1.080 Pixel) bereits im Tablet-Bereich. Dank angepasster Darstellung von Videos und fünf neu konstruierten Lautsprechern für klareren Klang und weniger Verzerrungen sollen mit dem Gerät Multimedia-Liebhaber angesprochen werden. Über den Kopfhörerausgang soll besonders hohe Klangqualität geliefert werden, dazu gibt es hier virtuellen 7.1-Surroundsound.

Als Taktgeber ist hier ein Snapdragon 652 am Werk, es gibt vier GB RAM. In puncto Kamera findet man die gleiche Hardware vor, die das Deluxe-Modell bietet. Der Akku ist mit 4.600 mAh dimensioniert, er lässt sich auch zum Aufladen anderer Geräte verwenden. Als Preisempfehlung hat Asus hier 479 Dollar festgelegt. (Georg Pichler aus Taipeh, 30.05.2016)

Hinweis im Sinne der Leitlinien: Die Reisekosten und Unterbringung zur Computex werden vom Taiwan Trade Office übernommen.

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Computex

  • Asus Transformer 3
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  • Asus Transformer 3 Pro
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    Asus Transformer 3 Pro

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    ROG XG Station 2

  • Asus Zenfone 3 Ultra
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    Asus Zenfone 3 Ultra

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