US-Großbank Wells Fargo will Geschäft mit Reichen ausbauen

30. Mai 2016, 10:52
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Geldhaus hat elf Prozent aller US-Einlagen, aber bei Betuchten nur zwei Prozent Marktanteil

San Francisco – Die US-Großbank Wells Fargo will das Geschäft mit der Vermögensverwaltung deutlich ausbauen. "Wir haben elf Prozent aller Einlagen in den USA, aber nur ein bis zwei Prozent Marktanteil bei reichen Privatkunden", sagte Unternehmenschef John Stumpf dem "Handelsblatt" (Montagausgabe).

"Die Leute denken bei der Vermögensanlage an Banken wie UBS oder Morgan Stanley, nicht aber an Wells Fargo." Das solle sich nun ändern. Aber es werde eine Weile dauern, sagte er. Immerhin erwirtschafte Wells Fargo in dem Bereich schon 2 Mrd. Dollar (1,8 Mrd. Euro) Gewinn nach Steuern pro Jahr.

Kreditkartengeschäft im Fokus

Stumpf will aber nicht nur in der Vermögensverwaltung wachsen, sondern auch das Kreditkartengeschäft stärken. Die Bank sei in diesem Geschäft bisher nicht sehr gut aufgestellt und liege hier ungefähr auf Platz sieben in den USA, sagte der Unternehmenschef.

Er habe das lange Zeit für nicht so wichtig gehalten. Aber die junge Generation bezahle immer mehr mit der Karte. Und diese werde zunehmend in die technischen Geräte wie das Smartphone oder die Smartwatch integriert. "Wir sind wahrscheinlich die letzte Generation, die die Kreditkarte tatsächlich noch als Karte benutzt", fügte er hinzu. (APA, 30.5.2016)

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