Ex-Zurich-Chef Martin Senn hat sich umgebracht

30. Mai 2016, 10:41
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Bereits zweiter Suizid eines hochrangigen Managers des Schweizer Versicherungskonzerns binnen drei Jahren

Zürich – Der frühere Chef des Schweizer Versicherungskonzerns Zurich, Martin Senn, hat sich am Freitag umgebracht. Das berichtete das Schweizer Boulevardblatt "Blick" am Montag auf seiner Internetseite. Am Vormittag bestätigte auch der Zurich-Konzern den Bericht.

Senn trat 2006 in die Assekuranz ein. Während der Finanzkrise war er Finanzchef der Unternehmensgruppe, ehe er 2009 zum CEO ernannt wurde. Anfang Dezember hatte Senn nach mehreren Gewinnwarnungen das Handtuch geworfen, laut "Blick" wurde der 59-Jährige vom Verwaltungsratspräsident Tom de Swaan (70) abgesetzt.

"Die Nachricht vom plötzlichen Tod von Martin Senn hat uns fassungslos gemacht und tief erschüttert", teilte Zurich am Montag mit. Mit Senn "verlieren wir nicht nur einen verdienstvollen ehemaligen CEO, sondern auch einen wertvollen früheren Arbeitskollegen und herzensguten Freund". Aus Respekt vor Senn und seiner Familie wolle man keine weiteren Kommentare abgeben.

Der Tod von Senn ist bereits der zweite Suizid eines hochrangigen Zurich-Managers. Vor drei Jahren hatte sich der damalige Finanzchef Pierre Wauthier umgebracht. In einem Abschiedsbrief beschuldigte er den damaligen Verwaltungsrat, allen voran Josef Ackermann, übermäßigen Druck ausgeübt zu haben.

Ackermann trat 2013 wenige Tage nach dem Selbstmord Wauthiers von seinen Posten als Zurich-Verwaltungsratspräsident zurück, wies aber jede Mitverantwortung für den Tod des damals 53 Jahre alten Managers zurück. (APA, 30.5.2016)

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