Volvo: Schweden grenzt an China

31. Mai 2016, 10:05
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Volvo forciert seine Neuerfindung und gibt einen ersten Ausblick auf die neue "kleine" Plattform für die 40er-Baureihe. Sie entsteht derzeit gemeinsam mit der Konzernmutter Geely und ist auch E-Auto-tauglich

Göteborg – Gute Nachrichten, es ist ein – ja was denn nun? Eine neue Plattform ist es. Name: CMA – Compact Modular Architecture. Vorab sollte man vielleicht noch wissen, dass die CMA-Plattform für die kleine Baureihe von Volvo angedacht ist, also die mit der Kennung 40. Sie ist anders als jene für die beiden großen Baureihen 60 und 90.

Die CMA-Plattform wurde gemeinsam mit der chinesischen Konzernmutter Geely entwickelt und gebaut. Doch uns wurde versichert, dass die Volvos, die auf dieser Plattform entstehen werden, immer noch so gut wie zu 100 Prozent schwedisch sind. Das Design vor allem, schwedisches Understatement fällt uns da ein, es stammt aus der Feder von Thomas Ingenlath, einem Deutschen, der davor bei Skoda Chefdesigner war.

Know-how-Transfer

Die Chinesen schnappen sich lediglich die schwedische Expertise und bauen auf die neue CMA-Plattform ihre eigenen Geelys. Ob diese jemals nach Europa kommen werden, ist ungewiss. Die Kooperation beschränkt sich somit auf einen Know-how-Transfer, wenn man so sagen will. Entwickelt wurde CMA in Torslanda, einem Stadtteil von Göteborg, gebaut werden die neuen 40er-Volvos dann in Gent, Belgien.

Augenmerk legte man bei CMA auf Infotainment, Elektrifizierung und natürlich, wie immer bei Volvo, auf Sicherheit. Somit soll mit der 40er-Baureihe eine neue Käuferschicht angesprochen werden, die sogenannten "Millennials", also die Generation Y, die laut Volvo selbsterklärende Fahrzeuge und neue Lösungen will.

40er-Baureihe

Anlässlich der CMA-Präsentation wurden uns schon zwei So-könnten-sie-aussehen-Modelle der 40er-Baureihe vorgestellt. Derzeit sind sie noch prototypisch 40.1 und 40.2 benannt. Der eine, ein Kompakt-SUV, er wird als neuer XC40 gehandelt. Der andere, elegant, es wird ein Ausblick auf S40/V40 vermutet. Angemerkt sei: Volvo braucht mit diesen beiden sein Licht wirklich nicht unter den Scheffel zu stellen.

Bei den Motoren wird natürlich ein Schwerpunkt auf die Elektrifizierung gelegt: Sowohl ein Plug-in-Hybrid mit 3-Zylinder-Motor, 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe und 250 PS als auch ein rein elektrischer Motor mit 350 km Reichweite sind laut Volvo in Planung. Vor allem aber sollen diese beiden helfen, das hochgesteckte Ziel des Herstellers zu erreichen: bis 2025 eine Million Elektroautos zu verkaufen. Vergangenes Jahr konnten die Schweden immerhin schon eine halbe Million Autos mit verschiedensten Motorisierungen an die Lenker bringen.

Welches der beiden Konzeptfahrzeuge es letztlich Ende 2017 in die Produktion schaffen wird, kann nur vermutet werden, man darf gespannt sein. Vielleicht der 40.1 aka neuer XC40. In Österreich ist er voraussichtlich im Frühjahr 2018 zu erwarten. (Madeleine Kopitschek, 31.5.2016)

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Volvo

Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

  • Zwei Studien machen Appetit auf die neuen Volvos: Hinter dem Concept 40.1 wird man den XC40 vermuten dürfen, ...
    foto: volvo

    Zwei Studien machen Appetit auf die neuen Volvos: Hinter dem Concept 40.1 wird man den XC40 vermuten dürfen, ...

  • ... hinter dem Concept 40.2 einen Ausblick auf S40/V40.
    foto: volvo

    ... hinter dem Concept 40.2 einen Ausblick auf S40/V40.

  • Und so sieht die Konfiguration für das Elektromobil aus.
    foto: volvo

    Und so sieht die Konfiguration für das Elektromobil aus.

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