Fußball: RTL sticht ARD und ZDF aus und sichert sich Quali-Spiele bis 2022

29. Mai 2016, 15:21
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Deutscher Privatsender wird 28 von 40 Spielen der deutschen Nationalmannschaft übertragen

Berlin – Nach der Premiere in der Qualifikation für die EM 2016 baut RTL seine Übertragungen von der Fußball-Nationalmannschaft aus. Der Kölner Privatsender einigte sich mit der Europäischen Fußball-Union (UEFA) auf ein umfangreicheres Rechtepaket. Den Konkurrenten ARD und ZDF dürfte mit einem kleinen Rechtepaket nur ein schwacher Trost bleiben.

RTL sicherte sich für 28 der 40 ausgeschriebenen Spiele des Weltmeisters die TV-Rechte. Neben der Quali für die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 sowie der EM 2020 kommen auch sämtliche Länderspiele zwischen Herbst 2020 und Herbst 2021 sowie alle Tests "vor dem jeweiligen Endturnier" und die Spiele des neuen Nationalmannschafts-Wettbewerbs UEFA Nations League hinzu. Enthalten im neuen Vertrag sind auch "umfangreiche Rechte zur Berichterstattung an allen weiteren Qualifikationsspielen ohne deutsche Beteiligung und plattformneutral auch umfangreiche Online- und Mobile-Verwertungsrechte", heißt es.

EM in Frankreich bei ARD, ZDF und Sat.1

Welcher Sender für die übrigen zwölf Spiele zum Zug kommt, steht noch nicht fest. Als Favoriten gelten ARD und ZDF, die sich auch um das große Rechtepaket bemüht hatten. Die öffentlich-rechtlichen Sender übertragen beispielsweise Freundschaftsspiele der Nationalmannschaft sowie 45 Matches der kommender Europameisterschaft, die am 10, Juni in Frankreich beginnt. Sechs Spiele zeigt Sat.1.

RTL hatte sich vor drei Jahren erstmals Rechte für Spiele der deutschen Mannschaft gesichert. Die zehn Spiele im Rahmen der EM-Quali zwischen Herbst 2014 und Herbst 2015 bescherten dem Sender im Schnitt 10,94 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von 35,9 Prozent. Präsentiert wurden die vierstündigen Fußball-Abende von Florian König als Moderator und dem früheren Nationaltorhüter Jens Lehmann als Experten. Marco Hagemann kommentierte. (sid, red, 29.5.2016)

  • Deutschlands Teamchef Joachim Löw wird auch künftig öfter via RTL aus dem Fernseher schauen.
    foto: ap/heppell

    Deutschlands Teamchef Joachim Löw wird auch künftig öfter via RTL aus dem Fernseher schauen.

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