Überflutungen nach Unwettern im Burgenland

28. Mai 2016, 10:47
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Straßen nicht passierbar, etwa 30 Keller mussten ausgepumpt werden – Rund 1,2 Millionen Euro Gesamtschaden durch Hagel in der Landwirtschaft im Burgenland und in Niederösterreich

Oberwart – Im burgenländischen Bezirk Oberwart ist es in der Nacht auf Samstag zu mehreren Überflutungen und überschwemmten Kellern aufgrund schwerer Unwetter gekommen. Etwa 30 Keller wurden im Ortsgebiet von Oberwart ausgepumpt. Einige Straßen waren wegen den Überflutungen nicht passierbar. Zahlreiche Straßensperren wurden errichtet. Rund 150 Feuerwehreinsätze gab es alleine im Südburgenland.

Auf der L 239 von Loipersdorf nach Markt Allhau kam es in der Zeit von 22:10 Uhr bis 00:17 Uhr zu einer Totalsperre. In die Gegenrichtung war die Fahrbahn erst ab 05:00 Uhr am Samstag wieder passierbar.

Das Unwetter sorgte nicht nur für zahlreiche Feuerwehreinsätze. Der Hagel richtete in der Landwirtschaft im Bezirk Oberwart sowie im Wald- und im Industrieviertel in Niederösterreich große Schäden an. Laut Österreichischer Hagelversicherung wurde der Schaden in Niederösterreich mit etwa 700.000 Euro, im Südburgenland mit rund 500.000 Euro beziffert. Getreide, Mais, Raps, Soja und das Grünland wurden zum Teil schwer geschädigt. Insgesamt waren 4.000 Hektar in den beiden Bundesländern betroffen.

Schäden gab es auch in Salzburg und Tirol. Ein Murenabgang im Pongau blockierte zum Teil die Wagrainer Bundesstraße zwischen St. Johann und Wagrain. Auf einer Breite von rund einem Meter verlegten etwa einen Meter hoch Schlamm und Geröll die Fahrbahn. In Tirol machte ein Erdrutsch auf einer Länge von 30 Meter die Sellraintalstraße L13 unpassierbar. (APA, 28.5.2016)

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