Jagoda Marinic: Was ist deutsch in Deutschland?

27. Mai 2016, 14:28
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Die kroatischstämmige Autorin liest am Sonntag aus ihrem Buch "Made in Germany", am Montag diskutiert sie über Europa

"Es herrscht eine seltsame Stimmung in diesem einerseits hysterisch überpolitisierten Land, das gleichzeitig entpolitisiert ist wie noch nie seit seinem Bestehen als wiedererstarkte Wirtschaftsmacht." Und weiter: "Es wird bei jeder noch so kleinen Parkbank vor dem eigenen Haus nach Bürgerbeteiligung und Demokratie gerufen (...). Bei anderen, wichtigen lokalen, nationalen und globalen Ereignissen wird hingegen kaum einer befragt, und zu wenige fragen", schreibt Jagoda Marinic in einem Blog der Wochenzeitung Der Freitag.

Das Land, von dem die 1977 geborene Autorin und Leiterin eines interkulturellen Zentrums spricht, ist (nicht nur) Deutschland. Als Tochter kroatischer Eltern in Baden-Württemberg geboren, setzt sich Marinic seit längerem in Büchern, Essays sowie einer Kolumne in der taz durchaus streitbar nicht nur mit Migration, sondern einer zwischen Hysterie und Taubheit oszillierenden gesellschaftlichen Stimmung auseinander.

Lesung und Diskussion

Am Sonntag, 29.5., liest sie im Kulturcafé Tacheles in Wien u. a. aus ihrem letzten Buch Made in Germany. Was ist deutsch in Deutschland?

Kommenden Montag, 30.5., diskutiert sie an der Finissage der Josef-Schützenhöfer-Werkschau im Bezirksgericht Meidling mit dem Journalisten (u. a. Herausgeber Jerusalem Post) und Publizisten Ari Rath über Europa. (steg, 27.5.2016)

29.5., Kulturcafé Tacheles, Karmeliterplatz 1, 18.30. Anmeldung unter: lesung@gmx.at

30.5., Bezirksgericht Meidling, Schönbrunner Straße 222-228, Stiege 3, 18.00. Anmeldung erbeten unter: bgmeidling.laedtt.ein@gmail.com

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