Doskozil investiert bis 2010 1,74 Milliarden in Heer

27. Mai 2016, 13:08
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Geld fließt in Beschaffung und Infrastruktur – Erste Käufe in diesem Jahr

Wien – Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) investiert bis 2020 insgesamt 1,74 Milliarden Euro in das Bundesheer. Davon sollen rund 1,2 Milliarden Euro in erforderliche Beschaffungen und 535 Millionen Euro in die Infrastruktur fließen, teilte das Ressort am Freitag in einer Aussendung mit. Erste Ankäufe soll es noch 2016 geben. Dem vorangegangen sind erfolgreiche Budgetverhandlungen.

Das Beschaffungspaket umfasst alle Bereiche, angefangen von der persönlichen Ausrüstung über Fahrzeuge bis hin zu erforderlicher Infrastruktur für Informations- und Kommunikationstechnologie, sowie für Cyber Defence. Der Zukauf wird laut Verteidigungsministerium bereits 2016 beginnen. So sollen in diesem Jahr noch gepanzerte Fahrzeuge der Typen Pandur (sieben Stück), Husar (22 Stück) und Dingo (18 Stück) angeschafft werden. Die Gebirgsverbände des Bundesheeres werden mit Quads (72 Stück) und Universalgeländefahrzeugen "Hägglund" (32 Stück) ausgestattet.

Kampfhelme, Nachtsichtgeräte

Dazu kommen noch 440 ungepanzerte geländegängige Kleinfahrzeuge und LKW, sowie weitere Spezialfahrzeuge für die ABC-Abwehr- und Sanitätstruppe sowie für die Militärpolizei. Ab 2018 werden neue Gruppenfahrzeuge als Ersatz für die ausgeschiedenen Pinzgauer beschafft. Neben modernen Kampfhelmen und Schutzausrüstung für die Soldaten werden auch Nachtsichtgeräte und Gehörschutzsysteme angekauft. Zur Optimierung der Ausbildung sollen weitere Simulationssysteme beschafft werden.

Auch die Luftstreitkräfte werden weiter modernisiert. Die Transportflugzeuge C-130 Hercules und die S-70 Black Hawk erhalten ein Update der Fluginstrumente. Zusätzlich werden bei der Hercules noch Selbstschutzsysteme eingebaut und die Nachtflugfähigkeit verbessert. Weitere große Beschaffungspakete betreffen das Nachfolgemuster für die Saab 105 Ö und die Beschaffung neuer leichter Mehrzweckhubschrauber als Ersatz für die Alouette III und die OH58 Kiowa.

Schwerpunkt Schutzausrüstung und gepanzerte Fahrzeuge

Die Beschaffungen verfolgen laut Minister genau festgelegte Prioritäten: "Schwerpunkte sind die unmittelbare Schutzausrüstung des Soldaten und gehärtete und gepanzerte Fahrzeuge. Hier soll es auch ein Nachfolgemodell des Pinzgauers geben." Neben dem Individualschutz wird auch die Sanitätsversorgung im Einsatz verbessert. Dazu werden neue Patiententransportfahrzeuge, eine Feldambulanz und ein Feldspital beschafft. Bei der ABC-Abwehrtruppe werden neue Dekontaminationssysteme beschafft. Gleichzeitig werden die Fähigkeiten für die Detektion von Schadstoffen verbessert.

Für Doskozil sind diese Beschaffungen "ein essenzieller Schritt in die Zukunft des Bundesheeres". Zudem sollen die Investitionen auch die österreichische Wirtschaft stärken. (APA, 27.5.2016)

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