Wüstenrot-Gruppe steigerte 2015 Gewinn um ein Drittel

27. Mai 2016, 12:45
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Das Konzern-EGT erreichte 45,2 Millionen Euro, die Bauspareinlagen lagen minimal unter dem Niveau des Vorjahres

Salzburg – Die Wüstenrot-Gruppe mit Hauptsitz in Salzburg hat im Geschäftsjahr 2015 ein deutliches Plus erwirtschaftet. Der Gewinn vor Steuern (EGT) stieg kräftig um rund 35 Prozent auf 45,2 Millionen Euro (2014: 33,4 Millionen Euro). Wie das Unternehmen mitteilte, betrug die Konzernbilanzsumme im Vorjahr 11,36 Milliarden Euro und erreichte damit nahezu das Niveau von 2014 (11,38 Milliarden Euro).

Die Bausparkasse Wüstenrot AG hat laut Aussendung trotz niedriger Zinsen, einem Rückgang bei den Spareinlagen privater Haushalte, neuer regulatorischer Vorgaben und steigender Anforderungen an die Eigenmittelausstattung zugelegt. Das EGT im Bankgeschäft stieg leicht von 22,3 auf von 22,9 Millionen Euro. Die Finanzierungsauszahlungen inklusive Eigenmittel wuchsen kräftig um 36,4 Prozent auf 792,2 Millionen Euro.

Nummer zwei am Bausparmarkt

Bei den Bauspareinlagen wurde 2015 das Vorjahresergebnis (5.274 Millionen Euro) mit 5.247 Millionen Euro fast gehalten. Bei den Bausparausleihungen wurde das Vorjahresniveau (4.317 Millionen Euro) mit 4.448 Millionen Euro indes übertroffen. Der Marktanteil konnte von 24,1 Prozent auf 29,6 Prozent gesteigert werden. Damit liege man im heimischen Bausparmarkt auf Platz 2. Die Zahl der neuen Bausparverträge betrug rund 218.000 Stück (2014: 232.000).

Die Wüstenrot Versicherung habe trotz Zinszusatzrückstellungen und im Vergleich zum Vorjahr gestiegener Versicherungsleistungen ein EGT von 22 Millionen Euro erzielt (plus 7,3 Millionen Euro). Die Prämieneinnahmen wuchsen um 2,7 Prozent auf 494,1 Millionen Euro an. "Das Ergebnis der Kapitalveranlagung lag bei 158,7 Millionen Euro und somit um 1,2 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Unter schwierigen Marktbedingungen konnte eine Rendite von 3,8 Prozent erwirtschaftet werden", hieß es in der Aussendung.

Moderate bis gute Ergebnisse haben die Wüstenrot-Töchter und Beteiligungen in der Slowakei, Kroatien und Ungarn erzielt. Nach einem Beteiligungstausch mit der deutschen Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) im Dezember 2015 halte die Bausparkasse nun 100 Prozent an der slowakischen Tochter, dafür habe man sich im Gegenzug aus Tschechien zurückgezogen. Die Zahl der Beschäftigten im Konzern lag bei 2.537 Mitarbeitern. (APA, 27.5.2016)

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