UNHCR kritisiert griechische Flüchtlingslager

27. Mai 2016, 12:21
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Menschen müssten dicht gedrängt in Zelten leben – Versorgung mit Wasser, Lebensmittel und Hygieneeinrichtungen unzureichend

Genf – Die Vereinten Nationen haben elende Lebensbedingungen in griechischen Flüchtlingslagern kritisiert und rasche Verbesserungen gefordert. Nach der Räumung des improvisierten Lagers in Idomeni an der mazedonisch-griechischen Grenze seien viele Menschen in Unterkünfte gebracht worden, die selbst minimalen Standards nicht gerecht werden, erklärte das Flüchtlingshochkommissariat UNHCR am Freitag in Genf.

"Die griechischen Behörden müssen mit der von der Europäischen Union bereitgestellten finanziellen Unterstützung rasch Alternativen finden", sagte UNHCR-Sprecherin Melissa Fleming. Zwar sei die Evakuierung des Lagers in Idomeni ein notwendiger Schritt gewesen, jedoch seien die Zustände in einigen der alternativen Unterkünfte nicht hinnehmbar.

So seien Flüchtlinge aus Idomeni in heruntergekommene Lagerhäuser oder Fabrikgelände gebracht worden, wo Zelte dicht an dicht aufgestellt worden seien. "Die Luftzirkulation ist erbärmlich und die Bereitstellung von Nahrung, Wasser, Toiletten, Duschen sowie elektrischem Strom ist unzureichend", bemängelt das UNHCR. Unter derartigen Bedingungen würden Flüchtlinge leiden und Spannungen zwischen ihnen würden zunehmen. (APA, 27.5.2016)

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