Strom wurde in der EU im Schnitt teurer, Gas billiger

27. Mai 2016, 12:04
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Österreich liegt bei Strom mit 19,8 Euro pro kWh leicht unter dem EU-Schnitt, bei Gas mit 7,1 Euro im EU-Durchschnitt

Brüssel/Luxemburg – Europäische Haushalte mussten im zweiten Halbjahr 2015 für Strom im Schnitt um 2,4 Prozent mehr bezahlen als im zweiten Halbjahr 2014, für Gas durchschnittlich 1,7 Prozent weniger, geht aus Eurostat-Daten vom Freitag hervor.

Die Strompreise – inklusive Netztarifen, Steuern, Abgaben – erreichten in der EU durchschnittlich 21,1 Euro pro 100 Kilowattstunden (kWh), Österreich lag mit 19,8 Euro etwas unter dem EU-Schnitt.

Spitzenreiter waren Dänemark (30,4 Euro) und Deutschland (29,5 Euro), am günstigsten waren die Strompreise für Haushalte in Bulgarien (9,6 Euro pro 100 kWh) und Ungarn (11,5 Euro).

Strompreise um Drittel höher als 2008

Die Gaspreise lagen im EU-Schnitt bei 7,1 Euro pro 100 kWh. Am meisten mussten Haushalte in Schweden (11,7 Euro), Portugal (9,8 Euro) und Spanien (9,3 Euro) bezahlen, am wenigsten in Rumänien (3,4 Euro pro 100 kWh), Ungarn (3,5 Euro), Estland (3,8 Euro) und Bulgarien (3,9 Euro). In Österreich kosteten 100 Kilowattstunden Gas im zweiten Halbjahr 2015 7,1 Euro.

Seit 2008 sind die Strompreise in der EU um 33 Prozent gestiegen, für Gas mussten die Konsumenten im Schnitt seit 2008 um 14 Prozent mehr bezahlen, so Eurostat.

Im Schnitt bestanden die Strompreise in der EU zu einem Drittel (33 Prozent) aus Steuern und Abgaben. In Österreich lag dieser Anteil bei 38 Prozent. Von den Gaspreisen fielen in der EU 23 Prozent auf Steuern und Abgaben, in Österreich 26 Prozent. (APA, 27.5.2016)

  • Seit 2008 sind die Strompreise in der EU um ein Drittel angestiegen, bei Gas beträgt der Preisauftrieb durchschnittlich 14 Prozent.
    foto: michael probst

    Seit 2008 sind die Strompreise in der EU um ein Drittel angestiegen, bei Gas beträgt der Preisauftrieb durchschnittlich 14 Prozent.

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